17.11.2017 - 22:14 Uhr
Deutschland & Welt

Schöffe im Apotherker-Prozess ausgetauscht: Mögliche Befangenheit

Essen. Im Apotheker-Prozess um angeblich gestreckte Krebsmittel ist ein Schöffe wegen möglicher Befangenheit abgesetzt worden. Der ehrenamtliche Richter war früher selbst Apotheker in Bottrop. Zudem ist seine an Krebs erkrankte Ehefrau in Behandlung bei einem Arzt, mit dem auch der Angeklagte eng zusammengearbeitet hat. Beides zusammen begründe den Verdacht, dass er am Ende möglicherweise nicht objektiv urteilen könne, entschieden die Richter des Essener Landgerichts. Er wird durch einen bereits zu Beginn des Prozesses anwesenden Ersatzschöffen ersetzt. Gleichzeitig wurde entschieden, dass der Fall nicht vor ein Schwurgericht kommt. Das hat die für das Strafverfahren zuständige Wirtschaftsstrafkammer entschieden. Das Schwurgericht ist die Strafkammer für schwere Straftaten.

von Agentur DPAProfil

Der Antrag auf Abgabe des Verfahrens an das Schwurgericht, vor dem normalerweise Tötungsdelikte oder Tötungsversuche verhandelt werden, war von Anwälten der Betroffenen oder deren Angehörigen gestellt worden, die als Nebenkläger auftreten. Eine Verurteilung des angeklagten Apothekers wegen Mordes oder Mordversuchs ist aber dennoch nicht ausgeschlossen.

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