07.09.2017 - 22:04 Uhr
Deutschland & Welt

Schwerste Zerstörungen in Karibik Mörderische Irma

"Irma" richtet in der Karibik schwerste Zerstörungen an. Die Zahl der Toten steigt. Der Sturm nimmt nun Kurs auf Haiti und Florida.

Familien versammeln sich in Las Terrenas (Dominikanische Republik) schutzsuchend in einer Kirche. Als nächstes wird Hurrikan "Irma" Haiti und die Dominikanische Republik passieren. Bild: Tatiana Fernandez/dpa
von Agentur DPAProfil

San Juan. Hurrikan "Irma" hat in der Karibik mindestens zehn Menschen in den Tod gerissen und rückt dem US-Bundesstaat Florida näher. Der Wirbelsturm bewegte sich am Donnerstag in Richtung der Dominikanischen Republik, Haiti und der Bahamas. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen könnten in den kommenden Tagen bis zu 37 Millionen Menschen von den Auswirkungen des Hurrikans betroffen sein.

Auf den französischen Karibik- inseln Saint-Barthélemy und Saint-Martin starben laut französischem Innenminister am Mittwoch 8 Menschen, 23 wurden verletzt. "Es ist eine große Katastrophe. 95 Prozent der Insel sind zerstört", sagte der Präsident des Territorial-Rats von Saint-Martin, Daniel Gibbs. Der niederländische Inselteil Sint Maarten wurde schwer getroffen, sagte ein Sprecher der Marine. Auch auf Saint-Barthélemy (St. Barth) gab es sehr schwere Schäden.

Auf der Insel Barbuda kam laut Regierungschef Gaston Browne ein Baby ums Leben. Barbuda sei praktisch unbewohnbar geworden, "Irma" habe dort 95 Prozent aller Häuser zerstört oder beschädigt. "Es ist herzzerreißend. Die ganze Insel steht unter Wasser." Auf Barbuda leben knapp 2000 Menschen. Die Insel war von dem Hurrikan direkt getroffen worden. Browne machte den Klimawandel für "Irma" verantwortlich. "Wir leben mit den Konsequenzen", sagte er. Politiker, die den Klimawandel leugneten, seien unverantwortlich.

"Irma" ist der schwerste jemals in der Region registrierte Tropensturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 290 Kilometern pro Stunde. Der Sturm bewegte sich mit 26 Kilometern pro Stunde Richtung West-Nordwest. Als nächstes sollte "Irma" laut dem US-Hurrikanzentrum nördlich der Insel Hispaniola vorbeiziehen und dabei die Dominikanische Republik und Haiti passieren.

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Weitere Informationen im Internet:

www.onetz.de/1778686

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