Seltenes Paarungsverhalten in Japan dokumentiert
Affe liebt Hirsch

Ein Makaken-Männchen sitzt in Yakushima (Japan) auf dem Rücken einer Sikahirsch-Kuh. Bild: Alexandre Bonnefoy/Éditions Issekinicho

Straßburg. Zeuge einer ungewöhnlichen Beziehung zwischen Affe und Hirsch sind Forscher in Japan geworden. Das Makaken-Männchen habe sich bis - wohl zur Ejakulation - am Rücken einer Sikahirsch-Kuh gerubbelt, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Primates". Nach dem Akt sei zu beobachten gewesen, dass er andere Affen-Männchen von der Hirschkuh wegjagte. Zudem habe er später versucht, noch ein weiteres Sika-Weibchen zu besteigen, das ihn allerdings abwehrte. Paarungsverhalten zwischen so weit entfernten Arten ist bislang nur selten wissenschaftlich dokumentiert worden - wenn, dann meist bei in Gefangenschaft aufgewachsenen Tieren. In freier Wildbahn sind sexuelle Übergriffe antarktischer Seebären auf Königspinguine beschrieben. Die Autoren der Studie vermuten, dass ein Hormonschub bei dem Affenmännchen und das enge Zusammenleben mit den Hirschen zu dem ungewöhnlichen Sexualverhalten geführt haben könnten.

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