06.09.2017 - 21:46 Uhr
Deutschland & Welt

Stärkster je registrierter Hurrikan Angst vor Monstersturm "Irma"

Der extrem gefährliche Hurrikan "Irma" zieht mit unverminderter Kraft durch die Karibik. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen könnten in den kommenden Tagen bis zu 37 Millionen Menschen betroffen sein.

Ein aus dem Weltraum aufgenommenes Bild des Hurrikans "Irma". Bild: NOAA/AP/dpa
von Agentur DPAProfil

San Juan. Nachdem der Wirbelsturm der höchsten Kategorie fünf über die französischen Karibikinseln Saint-Barthélemy und Saint-Martin hinweggefegt war, sprach Staatspräsident Emmanuel Macron am Mittwochabend in Paris von einer Bilanz, die "hart und grausam" werde. Das Überseeministerium ging später von mindestens zwei Toten und mehreren Verletzten aus.

Zuvor war der Wirbelsturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Kilometern pro Stunde über die Kleinen Antillen im Südosten der Karibik hinweggezogen. Besonders heftig wurden die französischen Überseegebiete getroffen. In Saint-Martin wurde das Gebäude der Präfektur teilweise zerstört, wie das Innenministerium mitteilte. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt und der Strom fiel aus. "Die Schäden auf den beiden Inseln sind beträchtlich", sagte Macron. Es gehe zunächst darum, Verletzte zu versorgen und Menschen Unterkunft und Verpflegung zu geben. Macron mahnte "nationale Solidarität" an und kündigte finanzielle Mittel sowie einen Wiederaufbau-Plan an. Überseeministerin Annick Girardin wollte noch am Abend nach Guadeloupe aufbrechen.

"Irma" ist ein Hurrikan der höchsten Stufe fünf und einer der schwersten jemals in der Region registrierten Tropenstürme. Es sei mit hohen Wellen, Starkregen und heftigem Wind zu rechnen, teilte das Nationale Hurrikanzentrum der USA mit. Der Sturm bewegte sich mit 26 Kilometern pro Stunde Richtung West-Nordwest. Laut Prognose sollte er zunächst über Teile der Jungferninseln hinwegziehen, am Mittwochabend Puerto Rico streifen und am Donnerstag die Nordküste der Dominikanischen Republik passieren. Die Regierung der Bahamas ordnete die Evakuierung mehrerer Inseln der Inselkette an. Als immer wahrscheinlicher gilt zudem, dass "Irma" auf den US-Staat Florida treffen könnte.

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