20.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Storchenschutz mit "Art Alibifunktion" Briefe an die Redaktion

von Redaktion OnetzProfil

Zum Schwarzstorch, der den Bau von zwei Windkraftanlagen (WKA) auf dem Gebiet der Stadt Auerbach stoppen könnte:

In einigen Ausgaben der AZ wurde ausführlich über den angeblich gestörten Schwarzstorch berichtet und die Hoffnung ausgesprochen, dass die Vögel wahrscheinlich weiterhin die Bautätigkeit bei der WKA tolerieren werden. "Schwarzstörche bald flügge - Storchentourismus - Brutgebiet abgesperrt - Störche in Warteschleife - Sicherheitsfirma bald vor Ort" - so lauteten einige Schlagzeilen.

Im Leserbrief vom 5. August spricht Emil Jenne vom "dreckigen", "aufgezwungenen" Strom und weiter: "Wir tun alles, um die Droge Strom zu bekommen." Wer macht also daraus ein Politikum? Wer hat Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Landrat und Strafanzeige gegen unbekannt gestellt? Wenn man den Leserbrief richtig deutet, geht es in erster Linie um ein Bauverbot von WKA. Der Storchenschutz muss hier wohl für eine Art Alibifunktion herhalten: Warum nennt Emil Jenne das Kind nicht beim Namen? Warum heißt seine Bürgerinitiative nicht Schwarzstorchschutz-ueberall-de, sondern gegenwind-ueberall-de?

Mein Vorschlag für alle die diese Droge Strom nicht wollen: Ein Zelt bei einer WK-Baustelle beziehen und dabei unbedingt beachten, dass hier schon mal ein Schwarzstorch oder andere Vögel gesichtet wurden. Damit die eventuell vorhandenen Tiere nicht erschreckt werden, hat nun die lautlose Vertreibung der Storchentouristen zu erfolgen. Wenn also künftig der Bau dieser Drogenerzeuger verhindert werden soll, kann dabei ein Schwarzstorch sehr nützlich sein.

Hans Schenk, Amberg

"Ignoranz und Selbstherrlichkeit"

Zu "Baum fällt, Streit beginnt" (AZ, 18. August) über eine gefällte Winterlinde in Großschönbrunn:

Nur mit einem Kopfschütteln kann man hier reagieren. Es ist unvorstellbar, mit welcher Ignoranz und Selbstherrlichkeit hier das Bürgerrecht mit Füßen getreten wird.

Jede Gemeinde fordert von ihren Bürgern, sich für den Ort, die Gemeinschaft und alles, was dazugehört, zu engagieren. Hier wird gezeigt, dass fast 20 Prozent der Wahlberechtigten mit der Entscheidung der Gemeinde nicht einverstanden sind. Hier soll und muss der Gemeinderat sich mit dem Antrag auseinandersetzen. Nein, nicht in der Gemeinde Freihung, oder ist hier eher das Wort "Diktatur" besser gewählt? Hier sieht man, was der Bürgerwille wert ist. Hier wurde Rechtsbeugung betrieben, und so was kann in einer Demokratie nicht ohne Konsequenzen bleiben. Was kommt als Nächstes?

Hubert Hausner, Kohlberg

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