10.01.2017 - 02:10 Uhr
Deutschland & Welt

Streik bei U-Bahn Chaos in London

Streiks sind in London keine Seltenheit, auch im Nahverkehr nicht. Dieses Mal traf es die Londoner aber besonders hart. Millionen hatten Probleme, überhaupt zur Arbeit zu kommen.

Dicht gedrängt stehen die Fahrgäste an der Bushaltestelle Bishopsgate in London. Ein Streik von Angestellten der U-Bahn sorgte am Montag für lange Wartezeiten für Millionen von Fahrgästen. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

London. Ein Streik von Angestellten der U-Bahn hat am Montag in London zu teils chaotischen Verkehrsverhältnissen geführt. Lange Warteschlagen an Bushaltestellen und verstopfte Straßen waren die Folge. Der besonders verkehrsreiche Bahnhof Clapham Junction im Südwesten Londons musste wegen Überfüllung sogar geräumt werden.

Solche Menschenmengen habe er dort seit Jahren noch nicht gesehen, sagte ein Mann. Eine Frau aus dem Norden Londons berichtete: "Ich habe knapp drei Stunden gebraucht, um mit dem Bus in die Innenstadt zu kommen." Das Streikende war für Montagabend um 18 Uhr geplant.

Die meisten Stationen in der Tarifzone 1 - dem Zentrum Londons - blieben geschlossen. Der 24-Stunden-Streik führte zu Einschränkungen im gesamten U-Bahn-Netz, berichtete die für den öffentlichen Verkehr im Großraum London zuständige Behörde Transport for London (TfL). Auch Verbindungen zu den wichtigsten Bahnhöfen und dem Flughafen Heathrow waren betroffen. Der Streik begann am Sonntag um 18 Uhr, nachdem Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und TfL gescheitert waren. In dem Streit geht es um Schließungen von Verkaufsstellen und Personalkürzungen. Londons Bürgermeister Sadiq Khan bezeichnete den Streik als unnötig und rief Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Millionen Londoner müssten leiden, kritisierte er.

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