05.09.2017 - 20:22 Uhr
Deutschland & Welt

Sturm rollt auf Karibik zu Irma im Anmarsch

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 280 Kilometern pro Stunde zieht ein Tropensturm auf die Karibik zu. Die Inselbewohner bereiten sich aufs Schlimmste vor.

von Agentur DPAProfil

San Juan. Der Tropensturm "Irma" gewinnt über dem Atlantik weiter an Kraft und zieht als Hurrikan der höchsten Stufe 5 auf die Karibik zu. Es wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 280 Kilometern pro Stunde gemessen, wie das Nationale Hurrikanzentrum mitteilte. Der Sturm sei extrem gefährlich. Es sei mit hohen Wellen, starkem Regen und Erdrutschen zu rechnen.

Die Menschen in der Karibik bereiten sich auf die Ankunft des schweren Hurrikans vor. "Wir sollten das sehr ernst nehmen. Alle, die in Überschwemmungsgebieten wohnen, sollten die Notunterkünfte aufsuchen", sagte der Gouverneur des US-Außengebiets Puerto Rico, Ricardo Rosselló Nevares, am Dienstag.

Der Hurrikan steuerte auf die Karibik zu und könnte nach Vorhersagen am Dienstagabend oder Mittwoch (Ortszeit) über Teile der Kleinen Antillen hinwegfegen. Es gab Hurrikanwarnungen unter anderem für Antigua und Barbuda, Saint-Martin und Saint-Barthélemy, die US-Jungferninseln und Puerto Rico. "Wir sind bereit, wenn uns der Sturm treffen sollte", sagte die Notfallkoordinatorin von Barbuda, Tessa Webber.

Das Notfallzentrum der Dominikanischen Republik empfahl den Bewohnern, sich auf den Sturm vorzubereiten. Die Menschen sollten sich mit Trinkwasser und Lebensmitteln eindecken, Taschenlampen und batteriebetriebene Radios bereitlegen und sich über die Lage der Notunterkünfte informieren.

Auf seinem Weg könnte der Sturm auch die Dominikanische Republik, Kuba, Haiti und die Bahamas bedrohen. Urlauber müssten mit starkem Regen und Wind rechnen, in der Folge kann es zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommen, teilte das Auswärtige Amt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für mehrere Karibikstaaten mit.

Ob und wo "Irma" auch auf das US-Festland trifft, war zunächst unklar. Für eine sichere Vorhersage sei es noch zu früh, teilte das Hurrikanzentrum mit. Gleichwohl wurde für Florida vorsorglich der Ausnahmezustand erklärt.

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