31.05.2016 - 02:10 Uhr
Deutschland & Welt

Tief „Elvira“ bringt Tod und Verwüstung Vier Menschen sterben bei Unwettern

Gewaltige Gewitter haben Tod und Chaos nach Süddeutschland gebracht. In Baden-Württemberg kamen vier Menschen um. Auch Teile Bayerns trafen die Unwetter schwer.

Mit am schwersten wurde der kleine Ort Braunsbach im Norden Baden-Württembergs getroffen. Kleine Bäche verwandelten sich dort in einen reißenden Strom. Baumstämme wurden durch die Straßen gespült, Autos an Hauswände gedrückt oder von Schlamm und Geröll verschüttet. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Schwäbisch Gmünd/Ansbach. Bei verheerenden Unwettern und Überschwemmungen sind in Süddeutschland vier Menschen gestorben. Am Montag bedecken Geröll und Schlamm viele Straßen, Keller müssen leer gepumpt, Böschungen gesichert werden. Tief "Elvira" hatte seit dem Wochenende Gewitter, Regen und Windböen nach Mitteleuropa gebracht. In Schwäbisch Gmünd wurden am Montag erst nach Stunden zwei vermisste Männer tot geborgen, sie waren in einer Bahnunterführung von Wassermassen in einen Kanalschacht gesogen worden. Ein 38 Jahre alter Feuerwehrmann hatte vergeblich versucht, einen 21-Jährigen aus dem Schacht zu befreien - beide kamen um.

In Weißbach im Hohenlohekreis starb ein 60 Jahre alter Mann in einem überschwemmten Keller. Ein 13-jähriges Mädchen wollte unter einer Bahnbrücke bei Schorndorf Schutz vor dem Regen suchen und wurde von einem Zug erfasst und getötet. Helfer im Südwesten retteten 42 Menschen aus lebensgefährlichen Situationen, teilte der Innenminister von Baden-Württemberg, Thomas Strobl (CDU), mit. Rund 520 Menschen seien vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht worden. Auch in Bayern - vor allem in Mittelfranken - richtete die Gewitterfront große Schäden an. In den Orten Flachslanden und Obernzenn bei Ansbach verwandelten sich schmale Bäche in reißende Flüsse und überfluteten viele Straßen und Keller, wie Einsatzleiter Thomas Müller berichtete. In der Oberpfalz traf es besonders Maxhütte-Haidhof (Kreis Schwandorf). Dort wurde ein Hausdach teilweise abgedeckt. (Seite 3)

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