16.01.2018 - 22:28 Uhr
Deutschland & Welt

Tote und Verletzte bei schwerer Explosion in Antwerpen: Trümmerfeld

Antwerpen. Bei einer vermutlich durch Gas ausgelösten Explosion im Zentrum der belgischen Stadt Antwerpen sind mindestens zwei Menschen getötet und 14 weitere verletzt worden. Das verheerende Unglück in einem Studentenviertel zerstörte am Montagabend drei Wohnhäuser. Mehrere weitere Gebäude wurden beschädigt, wie die Rettungskräfte am Dienstag mitteilten. Die ganze Nacht durchkämmten Retter mit Suchhunden die Trümmer. Bis zum Morgen zogen sie sieben Überlebende aus dem Schutt. Zu ihnen gehörte auch ein Kind, das mehrere Stunden unter den Trümmern ausharren musste.

Aus der Luft erschließt sich das ganze Ausmaß der Zerstörung. Bei einer vermutlich durch Gas ausgelösten Explosion im Zentrum Antwerpens sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Bild: Eric Lalmand/BELGA/dpa
von Agentur DPAProfil

Über die Ursache der Explosion gab es zunächst keine offiziellen Angaben. In einer auf Twitter verbreiteten Nachricht schloss die Polizei aber einen Terroranschlag aus. Der Rundfunksender RTBF berichtete, wahrscheinlich sei ein Gasleck Auslöser gewesen. Der Gesundheitszustand einer verletzten Person wurde zunächst als kritisch eingestuft, fünf Opfer waren schwer verletzt. Alle 14 Verletzten kamen laut Polizei ins Krankenhaus. Die meisten Bewohner der zerstörten Häuser fanden nach Polizeiangaben Unterschlupf bei Verwandten. Zudem stellte die Stadtverwaltung Notunterkünfte in der Nachbarschaft zur Verfügung.

Am Dienstagmittag besuchten der belgische König Philippe und Ministerpräsident Charles Michel den Unglücksort, um den Angehörigen ihr Beileid sowie den Verletzten Genesungswünsche zu übermitteln. Sie dankten zudem den Rettungskräften für ihre Arbeit. Das Gebiet wurde für die Rettungs- und Bergungsarbeiten weiträumig abgesperrt.

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