12.12.2017 - 20:10 Uhr
Deutschland & Welt

Toter bei Unglück in Verteilstation: Gewaltige Explosion

Baumgarten an der March. Ein Erdbeben? Ein Flugzeugabsturz? Die 200 Einwohner des Örtchens Baumgarten an der March hatten bei dem gewaltigen Knall am Dienstag viele Befürchtungen. "Die Tür zu meinem Laden wurde durch die Druckwelle aufgerissen", erzählt Besitzer Wolfgang Reisel, der die Feuerwehr alarmierte. Großalarm an der slowakisch-österreichischen Grenze. Nach der Explosion loderte ein großer Feuerball über dem Gelände. Die Rauchwolke war bis ins etwa 30 Kilometer entfernte Wien zu sehen.

von Agentur DPAProfil

Eine Explosion in einer international wichtigen Gasverteilstation in Ortsnähe tötete einen Arbeiter, 20 wurden verletzt. Mehrere Gebäude auf dem Areal fingen nach Angaben der Feuerwehr allein durch die gewaltige Hitze zu brennen an. Die Polizei sprach von einem technischen Fehler als Unglücksursache. Das Gelände, das zum Energiekonzern OMV gehört, ist von Feldern und Wäldern umgeben. "Die Schäden blieben auf das Gelände beschränkt", sagte ein Sprecher der Rettungskräfte. Dabei ist der Schaden weitreichend.

Die Deutschen müssten sich keine Sorgen machen, berichtete ein Sprecher der Betreiberfirma Gas Connect. Die Leitung nach Westen sei unversehrt geblieben. Die Explosion brachte aber den russischen Gas- export nach Süd- und Südosteuropa empfindlich durcheinander. Gazprom Export teilte in Moskau mit, man arbeite daran, Umgehungsrouten zu finden, um Lieferengpässe zu vermeiden. Bei der Gasstation handelt es sich um ein Drehkreuz, an dem jährlich etwa 40 Milliarden Kubikmeter Gas verteilt werden. Den 240 eingesetzten Feuerwehrleuten gelang es nach einigen Stunden, das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

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