26.09.2017 - 14:35 Uhr
Deutschland & Welt

Über Ursachen, Symptome, Dauer und Behandlung einer Erkältung Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Jedes Jahr gibt es in Deutschland 164 Millionen Fälle von Erkältungskrankheiten, die meisten davon in der Herbst- und Winterzeit. Über 200 verschiedene Viren hat die Medizin bisher als Auslöser identifiziert. Glücklicherweise hat uns die Natur mit einem wirkungsvollen Schutzpanzer ausgestattet: dem Immunsystem. Wird das Immunsystem allerdings überlistet, sind Tür und Tor für die Krankheitserreger geöffnet – ein Überblick über Ursachen, Symptome, Dauer und Behandlung einer Erkältung.

von Gesund & VitalProfil

Vor allem jetzt im Herbst und Winter treten Erkältungen auf, für einen Erwachsenen sind zwei bis vier Infekte pro Jahr normal, für Kinder durchaus acht bis zehn. Schnell abfallende Temperaturen und niedrige Luftfeuchtigkeit können Schnupfen & Co. begünstigen, eigentlicher Auslöser ist jedoch eine Infektion mit Viren. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Adeno-, Rhino-, Parainfluenza-, Coxsackie- und RS-Viren. Diese vermehren sich in der Nase und in den Atemwegen. Beim Niesen werden sie stoßartig in die Umgebung abgegeben und kontaminieren die Luft mit den übertragenden Erregern.

Die ersten Anzeichen einer Erkältung zeigen sich häufig durch leichtes Kratzen oder Schmerzen im Hals – Husten, Schnupfen und Heiserkeit folgen meist im weiteren Verlauf. Begleiterscheinungen können zudem Kopfschmerzen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Fieber sein. Wobei Fieber ein natürlicher Bestandteil der Abwehrreaktion ist, die Temperaturerhöhung selbst ist normalerweise harmlos und endet meist mit der erfolgreichen Abwehr des Infekts.

Gesunder Appetit

Ist der Körper von einer Erkältung geschwächt, hilft dem Organismus auch und gerade richtige Ernährung. Denn dass richtige Ernährung einen wichtigen Einfluss auf unser Immunsystem hat, ist unbestritten. Im Idealfall wird der Organismus das ganze Jahr über mit Vitaminen und wertvollen Nährstoffen versorgt, damit die körpereigene Abwehrfunktion jetzt im Herbst zuverlässigen Schutz vor Viren bieten kann. Eine wichtige Rolle spielt das Vitamin C, welches nicht vom Körper selbst produziert werden kann und über die Nahrung aufgenommen werden muss. Vitamin C kommt zum Beispiel in Zitrusfrüchten, Beeren, Paprika, Brokkoli und Kiwis vor. Der tägliche Bedarf wird beispielsweise mit einem Saft aus zwei frisch gepressten Orangen oder einer roten Paprika abgedeckt. Aufnehmen kann der Körper nur eine bestimmte Menge an Vitamin C – es bringt also nichts, Unmengen an Obst und Gemüse zu essen, um seinen Speicher mit Vorräten zu füllen.

Eine gleichsam wichtige Rolle für die Abwehrkräfte nimmt das Spurenelement Zink ein. Viele Enzyme des Körpers sind auf Zink angewiesen, um richtig funktionieren zu können. Weil Vitamin C und Zink oftmals erst in Kombination zueinander wirken, ist die Aufnahme von Zink so wichtig. Das Spurenelement kommt beispielsweise in Fisch, Käse, Haferflocken und Milch vor.

Eine geradezu perfekte Grundlage für ein gesundes Immunsystem bietet das heimische Wintergemüse der Oberpfalz. Neben zahlreichen unterschiedlichen Kohlsorten werden in der kalten Jahreszeit auch Steckrüben, Rote Beete und Sellerie frisch auf den Feldern geerntet. Die artenreiche Kohlfamilie bringt Abwechslung auf den Speiseplan: Ob Blumenkohl oder Brokkoli, ob Wirsing oder Kohlrabi – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Kohl enthält reichlich verdauungsfördernde Ballaststoffe und ist sehr kalorienarm. Praktisch alle Kohlsorten sind vitamin- und mineralreich. Besonders viel Vitamin C steckt in Grünkohl und Weißkohl. Rosenkohl enthält besonders viel wertvolles Pflanzeneiweiß.

Eine Erkältung lässt sich relativ leicht diagnostizieren, spezielle Tests oder Untersuchungen sind dafür nicht notwendig. Abhängig vom Beschwerdebild, schaut der Arzt in Mund und Ohren, hört außerdem die Lunge ab. Gegebenenfalls tastet der Mediziner den Hals auf Lymphknotenschwellungen ab oder klopft auf bestimmte Stellen in Gesicht oder auf der Stirn, um festzustellen, ob dortige Schmerzen auf eine Nasennebenhöhlenentzündung hindeuten.

Der Verlauf einer Erkältung ist sehr individuell, in der Regel heilen Erkältungen ohne Behandlung wieder aus. Antibiotika sind bei einer normalen Erkältung nicht sinnvoll, da sie nur gegen Bakterien und nicht gegen die üblichen Verursacher einer Erkältung – nämlich Viren – wirken. Als grobe Orientierung hilft: Treten keine Komplikationen auf, sollten sich die Beschwerden nach drei bis sieben Tagen bessern und nach zwei Wochen praktisch verschwunden sein. Abweichungen sind jedoch möglich, vor allem allgemeine Abgeschlagenheit und Erschöpfungsgefühle können noch mehrere Wochen anhalten.

Erkältung oder echte Grippe?

Niedergeschlagen? Fieber? Die Nase und der Kopf dicht? Bei allem Krankheitsgefühl gibt es eine gute Nachricht: Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich dabei um eine echte und gefährliche Grippe, die Influenza handelt, ist doch relativ gering. Meist ist es nur eine Erkältung, die jedoch für den Körper nichtsdestotrotz eine große Herausforderung ist. Während man bei einer Grippe schlagartig krank ist, vollzieht sich bei Schnupfen & Co. ein schleichender Prozess. Eine richtige Grippe unterscheidet sich deutlich von einer klassischen Erkältung. Zwar ähneln die Anzeichen einer Grippe meist denen einer Erkältung, doch sind sie oft schwerer und langwieriger. Ein plötzlicher Krankheitsbeginn, länger andauerndes hohes Fieber, schwere Kopf- und Gliederschmerzen sowie ein erschöpfter Gesamtzustand deuten auf eine Influenza hin. Ein Arzt sollte dann in jedem Fall aufgesucht werden.

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