Überlebenschancen des Milliardärs Haub sinken
Sturm stoppt Suche

Ein starker Sturm am Matterhorn verhindert vorerst die Fortsetzung der Suche nach Tengelmann-Chef Haub. Bild: Christiane Oelrich/dpa

Zermatt. Die Suche nach dem seit Samstag vermissten Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub konnte wegen eines Sturms am Klein Matterhorn bei Zermatt zunächst nicht fortgesetzt werden. Die Wetterlage auf der Schweizer und der italienischen Seite werde laufend neu beurteilt, sagte der Sprecher der Kantonspolizei, Markus Rieder, am Donnerstag. In Zermatt selbst schien die Sonne mit freier Sicht. Bergbahnen fuhren aber wegen starker Winde nicht.

Die Rettungskräfte konnten nicht wie geplant ausrücken, sagte der Rettungschef von Zermatt, Anjan Truffer. Über das weitere Vorgehen werde in enger Absprache mit der Familie entschieden. Haub habe ein Lawinensuchgerät dabei gehabt, sagte Truffer. Bei guten Batterien könne das bis zu drei Wochen Signale senden. Es sei schon einmal ein Überlebender nach sechs Tagen gefunden worden, so Truffer. Der sei aber mit dickem Skianzug und Schlafsack gegen die Kälte gerüstet gewesen. Haub dagegen habe leichte Kleidung getragen.

Ein Suchtag mit Hubschraubern kann laut Truffer rund 25 000 Euro kosten. Solange eine Überlebenschance besteht, werde auf jeden Fall gesucht. Die Angehörigen des Milliardärs haben alle nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt. Seitdem haben 60 Rettungskräfte in dem schwierigen Terrain nach ihm gesucht. "Nach drei bis vier Tagen muss man sich bewusst sein, dass die Überlebenschancen deutlich sinken", sagte Truffer.
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