20.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Unterschiede in Rechtsprechung

von Redaktion OnetzProfil

Die Justiz, Bernie Ecclestone und Uli Hoeneß:

Wenn sich jetzt so manche aufregen über den 100-Millionen-Deal von Ecclestone bzw. die "besondere Behandlung" von Uli Hoeneß bei seiner Freiheitsstrafe in Landsberg, so kann man nur sagen: Das war doch schon immer so.

Früher konnten sich Fürsten und Grafen mit Werken frommer Stiftungen usw. freikaufen oder sie haben sich zur Buße und Einkehr zurückgezogen. Sind dann diejenigen aus ihrer Buße wieder zurückgekommen oder übergaben dann die Werke, so wurde ihnen wieder gehuldigt genauso wie das Bild des Fans bei Ecclestone, der sofort ein Autogramm brauchte. Oder erinnern wir uns an die Sympathiebekundungen für Uli Hoeneß. Dagegen wurde der, der damals aus der Not ein Stück Brot stahl, mit drakonischen Strafen bestraft - so wie heute der Ladendieb, auf den dann noch mit dem Finger gezeigt wird.

Einen Unterschied zu früher gibt es dennoch. Heute darf man seine Meinung frei äußern. Dagegen wäre man früher als Aufrührer für vogelfrei erklärt und des Landes verwiesen worden oder als Hexer angeklagt und nach grausamer Folter auf dem Scheiterhaufen qualvoll verbrannt worden: Geschehnisse, die man heute als besonderes Spektakulum bei diversen Mittelalterfesten zum allgemeinem Gaudium aufführt.

Wolfgang Rohrer 92703Krummennaab

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