01.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

US-Armee verzichtet auf Flugkorridor Leserbriefe Frieden ist nicht naturgegeben: Einsatzbereites Militär ist eine Voraussetzung dafür

von Redaktion OnetzProfil

Zu dem Artikel "Ohne Hunter viel entspannter" vom 21. August:

Die US-Armee verzichtet auf den Flugkorridor zwischen den beiden Truppenübungsplätzen Grafenwöhr und Hohenfels. Nicht, weil der Widerstand in der Bevölkerung so groß war, sondern aus technischen, bürokratischen Gründen, wie es heißt.

Der Hersteller der Drohne wollte den deutschen Behörden keinen Einblick in die notwendigen Daten geben. So bleibt den US-Streitkräften also nichts anderes übrig, als die Drohnen zu den Übungen auf der Straße zu transportieren. Die Armee nimmt es zur Kenntnis und beteuert die gute Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden.

Also war der ganze Widerstand, der ja nur von wenigen Friedensaktivisten oder Gegnern der US-Präsenz in unserer Region kam, nichts als heiße Luft. Für so etwas hat sich dann auch noch ein Politiker der SPD einspannen lassen, der sich nun rühmt, die Drohnenflüge verhindert zu haben.

Meiner Meinung nach waren die Argumente der Gegner sowieso aus der Luft gegriffen.

Erstens hat die US- Armee mit Sicherheit Wichtigeres zu tun, als in den Gärten der Bevölkerung oder über Industriegebieten zu spionieren. Da kann jeder technisch begabte Bürger mit einigen Hundert Euro im Elektronikmarkt um die Ecke mit einer Miniaturdrohne und angebauter Kamera mehr Schaden anrichten.

Zweitens sind die Drohnen, wie wir seit einiger Zeit wissen, ein wichtiges Mittel der Militärs zum Bekämpfen feindlicher Kräfte, ohne dass man dazu das Leben eigener Soldaten aufs Spiel setzen muss. Auch Deutschland besitzt Drohnen zur Aufklärung.

Ich erinnere hier nur an die Vorgänge im heutigen Irak, wo die IS-Terroristen auf abscheuliche Weise Menschen abschlachten. Die USA sind die einzigen, die sich ihnen entgegen stellen, während die Weltgemeinschaft tatenlos zuschaut.

Die Slogans der Friedensbewegung "Schwerter zu Pflugscharen" oder "Frieden schaffen ohne Waffen" sind nichts weiter als ein Wunschgedanke.

Europa hat das Glück, seit nun fast 70 Jahren größtenteils in Frieden leben zu dürfen. Historisch gesehen ist eine so lange Friedensperiode eher eine Ausnahme als die Regel. Einigen dürfte das Bewusstsein dafür abhanden gekommen sein, dass Frieden und Sicherheit nicht naturgegeben, sondern an Voraussetzungen gebunden sind. Und dazu zählt auch ein einsatzbereites Militär.

Hermann Stauber, Wernberg-Köblitz

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