US-Schauspielerin Carrie Fisher erlag Folgen eines Herzinfarktes
„Prinzessin Leia“ verliert letzten Kampf

Star-Wars-Ikone Carrie Fisher starb im Alter von 60 Jahren. Sie hatte bei einem Flug nach Los Angeles einen Herzinfarkt erlitten. Bild: dpa

Los Angeles. Als heroische und kämpferische Prinzessin Leia in der "Star Wars"-Serie wurde Carrie Fisher berühmt. Damals war die Schauspielerin, Tochter der Hollywood-Promis Debbie Reynolds und Eddie Fisher, gerade 20. Im Laufe der Jahrzehnte drehte sie mit Größen wie Laurence Olivier, John und James Belushi, Woody Allen, Warren Beatty, Julie Andrews und Joanne Woodward. Auch am Broadway und auf anderen Bühnen war sie zu Hause. Jetzt starb Fisher im Alter von 60 Jahren.

Noch 2016 hatte sich Fisher zusammen mit Reynolds (84) für die HBO-Dokumentation "Bright Lights: Starring Carrie Fisher und Debbie Reynolds" filmen und interviewen lassen. Mutter und Tochter wohnten zuletzt nebeneinander und sahen sich fast täglich - sie verheimlichten aber auch ihr oft angespanntes Verhältnis nicht. Fishers Vater, der Sänger Eddie Fisher (1928-2010), hatte die Familie bald nach der Geburt der Tochter verlassen und Elizabeth Taylor geheiratet.

Früh ins Filmgeschäft

Carrie Fisher war 15, als sie die Schule aufgab und mit der Mutter in dem Broadway-Revival "Irene" auftrat. Ihr Filmdebüt folgte zwei Jahre später neben Warren Beatty, Julie Christie und Goldie Hawn in "Shampoo". Dass sie während der Dreharbeiten von George Lucas "Star Wars"-Trilogie eine Affäre mit dem verheirateten Harrison Ford hatte, verriet Fisher erst kürzlich in ihrer Autobiografie "The Princess Diarist" (2016). Sie war ein Jahr mit Sänger Paul Simon verheiratet (1983-1984) und hatte eine Tochter, Billie Catherine Lourd, mit dem Künstleragenten Bryan Lourd.

Erfolgreiche Autorin

Fisher spielte in mehr als 40 Filmen mit, wie in "Blues Brothers", "Harry und Sally" und "Lieblingsfeinde - Eine Seifenoper". Außerdem war sie im Fernsehen beliebt, schrieb Romane und arbeitete an Drehbüchern mit. Ihre Autobiografie "Wishful Drinking" wurde als Dokumentation verfilmt und von Fisher in Ein-Personen-Shows in Los Angeles, New York und Boston aufgeführt. Ihr erster Roman, "Grüße aus Hollywood", wurde 1990 mit Meryl Streep, Shirley McLaine und Dennis Quaid verfilmt. In Interviews schilderte Fisher, wie schwer der Druck der Unterhaltungsindustrie auf ihr lastete. Sie habe in Alkohol, Kokain und Medikamenten Zuflucht gesucht, erzählte sie. Auch in einigen ihrer Romanen geht es um Drogen- und Alkoholmissbrauch.

Ende Dezember erlitt Fisher auf dem Flug von London kurz vor Los Angeles einen schweren Herzinfarkt. Nach der Landung konnten Rettungshelfer sie wieder zurückholen. Nun starb sie wenige Tage später, wie mehrere Medien unter Berufung auf ihre Familie berichteten. Dort schreibt Fishers Tochter Billie Lourd über ihre Mutter: "Die Welt hat sie geliebt."
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