25.04.2018 - 15:02 Uhr
Deutschland & Welt

Verband plant Neuanfang: "Echo" wird es nicht mehr geben

Berlin. (KNA) Nach heftiger Kritik an der "Echo"-Verleihung in diesem Jahr wird es den Musikpreis nicht mehr geben. Das teilte am Mittwoch der Bundesverband Musikindustrie in Berlin nach einem entsprechenden Beschluss des Vorstands in einer außerordentlichen Sitzung mit.

ARCHIV - 26.03.2015, Berlin: Die Echo-Trophäe, aufgenommen bei der Verleihung des Musikpreises. (zu dpa "Musikpreis Echo wird abgeschafft" vom 25.04.2018) Foto: Matthias Balk/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
von Agentur KNAProfil

Man wolle "keinesfalls, dass dieser Musikpreis als Plattform für Antisemitismus, Frauenverachtung, Homophobie oder Gewaltverharmlosung wahrgenommen wird", hieß es. Das um die diesjährigen Preisverleihung "herum Geschehene", wofür der Vorstand sich entschuldigt habe, könne zwar nicht mehr rückgängig gemacht werden, man werde aber dafür sorgen, dass sich "ein solcher Fehler" künftig nicht wiederhole. Die Marke "Echo" sei stark beschädigt worden. Ein "vollständiger Neuanfang" sei notwendig.

Die Kritik hatte sich an der Verleihung des Musikpreises an die Rapper Kollegah und Farid Bang entzündet. Ihnen wird Antisemitismus in einigen Textzeilen vorgeworfen. Als Reaktionen gaben einige Musiker ihre "Echo"-Preise zurück.

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