Verschiedene Dachbaustoffe - Zwischen Funktionalität und Optik abwägen - Einfluss auf das ...
Der Grundstein für ein schützendes Dach

Ob Sonne oder Regen, Wind oder Schnee - das Hausdach muss bei vielen Wetterlagen schützen. Manche Materialien halten extremen Bedingungen nicht immer stand: Große Hagelkörner und starker Wind können ihre Spuren hinterlassen. Daher zahlt es sich aus, genügend Zeit und Sorgfalt in die Auswahl des Materials für das Dach und dessen Gestaltung zu investieren.

Worauf sollte man bei der Wahl des Dachbaustoffs achten?

Grundsätzlich sollte man zwischen der Funktionalität und der Optik abwägen. In erster Linie sollte der Dachbaustoff natürlich Wind und Wetter standhalten, wobei davon auszugehen ist, dass dieses Kriterium von allen modernen Baustoffen erfüllt wird. Ein zweiter Aspekt ist der Einfluss auf das Wohnklima. Hier sollte man darauf Wert legen, dass die Baustoffe ökologisch unbedenklich sind. Schließlich gilt es, sich über die Optik Gedanken zu machen bzw. zu entscheiden, welcher Stil am besten zum Gesamtbild des Hauses passt: Titanzink präsentiert sich eher modern, Schiefer edel und Dachsteine/ Ziegel natürlich.
Gibt es Baustoffe, die sich für bestimmte Dächer besonders eignen?

Ja, die gibt es. Besonders sticht hier Schiefer hervor. Der Naturstein hat den Vorteil, dass er sich individuell bearbeiten und somit an die örtlichen Gegebenheiten anpassen lässt. Somit eignet sich dieses Eindeckungsmaterial besonders gut für geschwungene und verwinkelte Dächer. Dachziegel eignen sich dagegen vor allem für klassische Satteldächer, Titanzink ermöglicht individuelle Accessoires wie Ortgangbekleidungen oder Dachrandblenden oder Gauben.

Wodurch zeichnet sich ein wohngesunder Dachbaustoff aus?

Wie der Name schon andeutet, sollte der Baustoff das Wohnklima der Bewohner in keinster Weise beeinträchtigen. Dies ist nur möglich, wenn die Materialien, aus denen der Baustoff gefertigt ist, natürlicher Herkunft sind - wie etwa bei Ton, Zink oder Naturstein der Fall. Der Clou: Durch Glasuren oder Engoben können zusätzlich umweltschädliche Witterungseinflüsse oder Strahlenbelastungen abgehalten werden.
Wodurch sollten Dachbaustoffe ergänzt werden?

Die beste Dacheindeckung kann ihren vollen Nutzen im Hinblick auf das Wohnklima nur dann entfalten, wenn auch die Umgebung den hohen Ansprüchen genügt. Dazu gehören in erster Linie eine optimale Dämmung sowie moderne Dachwohnfenster.

Dämmmaterialien wie Glaswolle halten im Winter die Wärme im Raum, während sie im Sommer Hitze aussperren. Eine ähnliche Wirkung haben auch Dachfenster, die neben dämmenden Eigenschaften die passende Verschattung bieten. Durch die Dämmung wird zudem das Eindringen von Feuchtigkeit in die Bausubstanz vermieden, wodurch Schimmelbildung nachhaltig ausgeschlossen ist. Der Clou: Das Zusammenspiel aus Eindeckung, Dämmung und Dachfenstern verbessert nicht nur das Wohnklima, sondern senkt zugleich die Energiekosten.

Warum sollte man alte Dachfenster austauschen?

Alte Dachwohnfenster sind oft verantwortlich für eindringende Feuchtigkeit, Wärmebrücken oder überheizte Räume. Meist besitzen sie nur eine unzureichende Dämmung und Verschattungsmöglichkeiten sind oft gar nicht vorhanden. Diese Mängel lassen sich mit einem Tausch jedoch schnell beheben, gerade wenn man bedenkt, dass Hersteller wie Velux einen eins-zu-eins Tausch ermöglichen: Das alte Modell kann also durch ein passgenaues neues Fenster ersetzt werden, ohne dass große Umbaumaßnahmen an der Dachkonstruktion vorgenommen werden müssen.
Warum ist der Werkstoff Rheinzink so umweltfreundlich?

Die besondere Umweltverträglichkeit des Baustoffs ergibt sich zum einen aus dem Material selbst und zum anderen aus der ökologischen Produktionskette. Das Material ist eine Legierung aus Elektrolyt-Feinzink mit 99,995%-igem Reinheitsgrad und exakt definierten Anteilen an Kupfer und Titan.

Dank dieser Zusammensetzung ist Rheinzink fast zu 100 Prozent recycelbar. Zudem kommen bei der Herstellung nur Produktionsanlagen zum Einsatz, deren Emissionen so gering wie möglich gehalten werden.

Welche Eindeckung wählt man bei geschwungenen oder verwinkelten Dächern?

Bei Dachkonstruktionen, die stark verwinkelt sind oder viele Schwingungen aufweisen eignet sich besonders der Naturstein Schiefer als Eindeckung. Neben den wohngesundheitlichen Aspekten, die eine Schiefer-Deckung mit sich bringt, hat der Baustoff den Vorteil, dass er sich direkt an der Baustelle bearbeiten lässt.

Somit können einzelne Elemente an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Schwingungen oder Winkel können so formschön verkleidet werden. Zudem können viele verschiedene Deckungsarten verwirklicht werden.
Was sind Glasuren, was Engoben?

Engoben und Glasuren werden beide auf Dachziegel aufgetragen. Glasuren bestehen zum überwiegenden Teil aus gemahlenen, vorgeschmolzenen Gläsern spezieller Zusammensetzung, die für die jeweilige Farbgebung verantwortlich sind. Zudem entsteht eine harte, glasartige, eingefärbte Schicht.

Da Dachziegel auch ohne Glasuren gebrauchstauglich sein müssen, stellt die Glasur jedoch keine Schutzschicht dar. Auch die Engobe ist keine Schutzschicht. Engoben werden als toniger Schlick durch Tauchen, Übergießen, Schleudern oder Spritzen auf den noch ungebrannten Dachziegel aufgetragen und sorgen so für mehr Farbe auf der Schräge.

Da sich aber keine durchgängige Glasschicht bildet und die Offenporigkeit erhalten bleibt, werden diese Oberflächen nicht zu den Glasuren gerechnet.

Was ist der Nutzen von Giebelverzierungen?

Abgesehen von den optischen Vorteilen, die eine Giebelverzierung für das Haus mit sich bringt, ist der funktionale Nutzen zu beachten. Egal ob nun Schiefer-, Titanzink- oder Ziegelverkleidungen, alle schützen das Dreieck unter der Schräge vor schädlichen Wettereinflüssen. Ohne eine Verkleidung trifft Niederschlag ungehindert auf das Mauerwerk und kann so die Bausubstanz erheblich schädigen. (Quelle: dach.de)
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