28.02.2018 - 20:30 Uhr
Deutschland & Welt

Verwaschene Gesichtszüge und abgetragene Farbe Hat Restaurator Spitzweg-Gemälde ruiniert?

München. Der Ärger war groß, als Andreas Baumgartl seine Bilder zurückbekam. Verwaschene Gesichtszüge, abgetragene Farbe, Stellen, an denen die Leinwand durchschimmert: Laut dem Münchner Galeristen hat ein Restaurator vier Kunstgemälde zerstört oder erheblich beschädigt. Deshalb will er Schadenersatz. Unter den Gemälden ist ein Bild des Malers Carl Spitzweg. Der Rechtsstreit zieht sich seit Jahren. Am Mittwoch hat das Oberlandesgericht München beschlossen, dass ein weiterer Zeuge vernommen werden soll.

von Agentur DPAProfil

Der Gutachter soll aussagen, ob er bei einer "augenscheinlichen Überprüfung" des Spitzweg-Gemäldes "Der Schreiber" im November 2010 festgestellt hat, dass das Bild durch starke Reinigung zumindest die obere Malschicht weitgehend eingebüßt hat. Das Gericht will den Prozess am 4. April fortsetzen. Der Beklagte weist die Vorwürfe zurück. Die Bilder seien schon in einem schlechten Zustand gewesen, hatte sein Anwalt im Januar gesagt. Das Gemälde von Spitzweg soll vor der Restaurierung einen Zeitwert von 20 000 bis 25 000 Euro gehabt haben. Nachdem der Mann das Bild gereinigt habe, sei der Wert auf 5500 Euro gesunken, so der Vorwurf.

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