08.03.2018 - 21:30 Uhr
Deutschland & Welt

Viel Arbeit in Monaco: Staatschef will Land fit für Zukunft machen Prinz Albert wird 60

Monaco. Albert II. ist kein Fürst spektakulärer Auftritte. Monacos Staatschef absolviert im Heimatland und in der ganzen Welt im Jahr eher diskret Hunderte Termine im Jahr. Seinen 60. Geburtstag am Mittwoch, 14. März, nimmt der zurückhaltend wirkende Souverän zum Anlass, um für sein Herzensanliegen zu werben: den Umweltschutz. Das Konzert zu seinen Ehren in der Kathedrale von Monaco steht unter dem Motto "Erhalt der Schöpfung". Laut Regionalzeitung "Monaco-Matin" werden 150 Musiker und Sänger auftreten.

Fürst Albert von Monaco und Fürstin Charlene. Fürst Albert feiert am 14. März seinen 60. Geburtstag. Archivbild: Christian Alminana/dpa
von Agentur DPAProfil

Als Fürst ist der seit zwölf Jahren regierende Albert längst aus dem Schatten seines Vaters Rainier III. herausgetreten. Dabei verfolgt er klare Ziele. Er bemüht sich, das Jetset-Paradies an der Riviera vom Schmuddel-Image eines Steuerparadieses zu befreien. Der Staatschef versucht, sich modern und aufgeschlossen zu geben. Er könne sich durchaus vorstellen, sein Amt irgendwann vorzeitig abzugeben - also nicht bis zu seinem Tod Staatsoberhaupt zu bleiben, bekannte er in einem TV-Interview.

Als Sohn von Grace Kelly kennt Albert das Scheinwerferlicht. Er studierte in den USA und wurde seit Ende der 80er immer stärker in die Verwaltung des Kleinstaats eingebunden. Als er nach dem Tod seines Vaters 2005 die Amtsgeschäfte übernahm, zog er einen Strich unter sein flatterhaftes Privatleben und erkannte zwei uneheliche Kinder an.

Zu Alberts 50. wartete sein Zwergstaat sehnsüchtig auf Hochzeit und Nachwuchs des Regenten. Inzwischen hat er die Erwartungen erfüllt: Bilderbuchhochzeit mit Fürstin Charlène 2011, Geburt von Erbprinz Jacques und Zwillingsschwester Gabriella drei Jahre später. Der Mann sinniert darüber nach, wie seine Kinder an ihre künftige Rolle herangeführt werden können. Daneben begeistert Albert sich für Sport - ein Faible, das er mit Ex-Profischwimmerin Charlène gemeinsam hat. Bei den Olympischen Winterspielen kommentierte er im Fernsehen als Experte den Bob-Wettkampf, fünfmal war er selbst in dieser Disziplin für sein Land bei Olympia angetreten.

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