11.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Viele haben keine Arbeit, sind arm und sind auf Lebensmittel von Helfern angewiesen Wie leben die Menschen im Gazastreifen?

Fischer fahren mit ihren Booten viele Kilometer weit hinaus aufs Meer. Menschen, die verreisen wollen, machen sich einfach auf den Weg in ihr Urlaubsland. In vielen Ländern auf der Welt ist so etwas für die Einwohner normal. Das gilt aber nicht für Menschen, die auf diesem kleinen Gebiet leben: dem Gazastreifen. Er liegt zwischen den Ländern Israel und Ägypten, direkt am Mittelmeer.

In Gaza gibt es Obst und Gemüse auch oft an Ständen zu kaufen. Bild: epa
von Redaktion OnetzProfil

Wer im Gazastreifen lebt, darf dort nicht einfach heraus. Das hat mit einem Konflikt zu tun, den es seit vielen Jahren zwischen Israel und Menschen aus dem Gazastreifen gibt. Bei dem Streit geht es um Land.

Kontrolle der Lastwagen

Israel fürchtet, dass Menschen aus dem Gazastreifen Anschläge in Israel verüben. Deshalb kontrolliert Israel weite Teile der Grenzen. Wer raus will, braucht eine besondere Erlaubnis.

Israel passt auch genau auf, welche Dinge in den Gazastreifen gebracht werden. Denn man will nicht, dass Waffen dorthin gelangen. So wird etwa die Ladung von Lastwagen kontrolliert. Die Menschen im Gazastreifen finden es nicht richtig, dass sie dort so leben. Manche Gruppen kämpfen deshalb auf brutale Art für ein anderes Leben.

Doch wie muss man sich den Gazastreifen eigentlich vorstellen? Seine Fläche ist kleiner als das Bundesland Bremen. Es leben dort um die zwei Millionen Menschen. Die meisten von ihnen sind in Gaza zu Hause - der größten Stadt in dem Gebiet.

Dort leben die Leute nah beieinander. Wer durch Gaza läuft, sieht mehrstöckige Häuser und einige Hochhäuser. Gerade gibt es auch viele Gebäude, die von Raketen zerstört sind. Denn in den letzten Wochen gab es wieder mal Gewalt zwischen Israel und dem Gazastreifen.

Als geschossen wurde, hatten die Supermärkte und andere Geschäfte zu. Sonst werden viele Waren auch an Ständen auf der Straße verkauft. Das Problem ist: Viele Menschen haben keine Arbeit und sind arm. Sie sind darauf angewiesen, dass Helfer Lebensmittel und andere Dinge in den Gazastreifen bringen.

Wer im Gazastreifen Arbeit hat, verdient sein Geld zum Beispiel in einer der vielen kleinen Firmen. Oder er arbeitet etwa in der Landwirtschaft, als Beamter oder geht fischen. Die Fischer beklagen sich aber, dass sie nicht weit genug aufs Meer hinausfahren dürfen.

Baden am Strand

Da der Gazastreifen am Meer liegt, gibt es auch Strände. Dort gehen viele Menschen gern hin - außer wenn zwischen dem Gazastreifen und Israel mal wieder geschossen wird. Dann ist es zu gefährlich. Menschen auf beiden Seiten hoffen nun, dass die Gewalt endlich mal dauerhaft aufhört.

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