24.01.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Volvo will mit S40 und V50 für frischen Wind auf einem heiß umkämpften Markt sorgen Schwedenhappen im Doppelpack

Schnell wieder raus aus dem Tal der Tränen will Volvo. Die schlechten Rahmendaten, ein paar hausgemachte Probleme und der Verzicht auf Verkaufskosmetik und Rabattschlachten haben die Schweden ins Zulassungstief rutschen lassen. Aber mit einer frischen Modellpalette will Vorstandsvorsitzender Dieter Laxy in den nächsten drei Jahren den Marktanteil auf zwei Prozent schrauben und damit sogar verdoppeln.

von Berthold Zeitler Kontakt Profil

"Wir haben uns zu sehr auf die Einführung des XC 90 versteift", gesteht der seit einem Jahr wieder in sein altes Amt zurück gekehrte Geschäftsführer Fehler der Vergangenheit ein. Der "Crossover" im Stile eines BMW X5 oder einer Mercedes M-Klasse ist zwar für die Schweden ungemein wichtig. Und die Nachfrage - die Hälfte des aktuellen Auftragsbestandes gehört dem Geländekombi - übersteigt die Lieferkapazitäten nach Deutschland bei weitem.

"Aber wir haben uns unter Wert verkauft", meint Laxy und will den Anteil der "kleinen Baureihe" von derzeit zehn auf 30 Prozent pushen. "Unsere Produktfamilie hat längst mit den etablierten deutschen Herstellern gleich gezogen." Also gehört das Augenmerk in den nächsten Wochen zwei besonders interessanten Modellen: Dem S40 und seinem Kombibruder V50, deren Vorgänger es doch immerhin auf eine Million Einheiten gebracht haben.

Den zwei attraktiven Schwedenkindern sieht es wirklich niemand an, dass sie bei der großen Ford-Mutter auf der gleichen Plattform wie Mazda3 und Focus C-Max geboren sind. Die beiden Sprösslinge entsprechen ganz dem Trend nach größerem Komfort bei kompakteren Abmessungen. So wirkt die Limousine mit ihrer ausgeprägten Karosserieschulter und dem scharfen Heckabriss wie ein kleiner S60. Und der dynamische Sport-Kombi mit seinen markanten Heckleuchten ist der kleine Bruder des Top-Sellers V70.

Während der S40 Mitte Februar zu Preisen ab 22850 Euro zu den Händlern kommt, dauert die Markteinführung des Kombi noch bis Mitte April. Die Preisliste dürfte hier bei rund 25000 Euro beginnen. Für das Geld gibt es jede Menge Auto. Zur Serienausstattung gehören unter anderem Klimaanlage, sechs Airbags, die Fahrdynamik-Regelung DSTC und das Fahrer-Informationssystem IDIS. Das unterdrückt zum Beispiel ablenkenden Telefonanrufe während schwieriger Fahr-Situationen.

Der Innenraum wirkt sehr gediegen und geschmackvoll, wobei sich über die "schwebende" Mittelkonsole im Design des HiFi-Herstellers Bang&Olufsen trefflich streiten lässt. Verschiedene Holz-Dekors, Alu und transparentes Acryl beherbergen die Schalter und Knöpfe für die auf ein Minimum reduzierten Zentralfunktionen für Radio, Klima und Navigation. Da ist das in Lederimitat eingefasste Armaturenbrett fast schon zu sehr aufgeräumt.

Während sich die Passagiere auf den Vordersitzen außerordentlich wohl fühlen, geht es auf der Rückbank etwas enger zu. Das Kofferraumvolumen der Limousine wird mit 404 Liter angegeben, beim Kombi sind es 417, die sich aber auf 1307 Liter erweitern lassen.

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