23.02.2018 - 00:50 Uhr
Deutschland & Welt

Von Absage bis Bewerbung Praxistipps für künftige Azubis

Bewerbung prüfen lassen

von Ausbildungs PerspektivenProfil

Wer sich in diesem Jahr für einen Ausbildungsplatz bewerben möchte, kann schon jetzt damit beginnen. Viele Unternehmen hätten ihre freien Ausbildungsplätze bereits gemeldet, erläutert die Agentur für Arbeit Suhl. Demnächst gibt es in den Schulen auch Halbjahreszeugnisse - spätestens damit sollten angehende Azubis sich bewerben. Die Experten empfehlen, einen Termin mit einem Berufsberater zu vereinbaren. Dann sollte man die Bewerbungsunterlagen gleich mitbringen und diese prüfen lassen.

Bewerbung persönlich vorbeibringen

Um in der Masse der Bewerber aufzufallen, kann es sinnvoll sein, die Unterlagen persönlich in der Firma abzugeben. "Das ist oft ein guter Schuss ins Blaue", sagt Karriereberater Thorsten Knobbe aus Dortmund. Im besten Fall treffen Bewerber den Personaler oder sogar den Geschäftsführer an. Das Risiko sei allerdings groß, dass es nicht klappt und man abgewiesen wird - vor allem in größeren Unternehmen. Wenn es klappt und man sich persönlich vorstellt, hat man oft bessere Chancen als jene, die ihre Unterlagen nur per Post schicken. Gerade bei kleineren Betrieben sei diese Strategie durchaus erfolgsversprechend.

Ersten Satz nicht überladen

Beim Anschreiben zur Bewerbung geht es nicht um den ersten Eindruck. Denn viele Personaler lesen zuerst den Lebenslauf, sagt Bewerbungscoach Jürgen Hesse. Erst wenn der passt, folgt das Anschreiben. Bewerber müssen deshalb nicht gleich am Anfang wiederholen, was sie alles für eine Stelle qualifiziert. Mehr als zwei bis höchstens drei Zeilen sollte der Einstieg ohnehin nicht haben - und zwar mit möglichst kurzen Sätzen. "Überlegen Sie sich, was ihre Kernbotschaft ist", sagt Hesse. "Warum bewerben Sie sich, und was hat der Arbeitgeber umgekehrt davon, Sie einzustellen?"

Online-Bewerbung

Wer sich per E-Mail auf eine Stelle bewirbt, sollte alle wichtigen Unterlagen als PDF verschicken. Das gilt auch und gerade für das Anschreiben, rät Karriere-Coach Martin Wehrle. Wenn Bewerber den Text des Anschreibens in die Begleit-Mail zu den PDF-Dokumenten packen, kommt er vermutlich nie bei den entscheidenden Empfängern in der Personalabteilung an: Sie drucken sich oft nur die Unterlagen im Anhang der E-Mail aus und ignorieren den Rest.

Bei Absage nach Gründen fragen

Erhalten Bewerber eine Absage, sollten sie beim Arbeitgeber ruhig nach Gründen fragen, wenn es sie interessiert. Das gilt zumindest dann, wenn es sich nicht um eine Standardabsage handelt, sondern um eine persönliche, berichtet die Zeitschrift "Abi extra". Zwar werden Personaler in vielen Fällen keine Antwort geben. Der Bewerber zeigt damit aber auf jeden Fall, dass er großes Interesse an der Stelle und an der Firma hat. Das könne von Vorteil sein, wenn man sich dort erneut auf eine Stelle bewirbt. Die Zeitschrift wird von der Bundesagentur für Arbeit herausgegeben.

Rechtschreibfehler führen zum Aus

Bewerben sich Schüler für ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz, sollten sie ihre Unterlagen immer von mindestens einer Person gegenlesen lassen. "Die Personaler sind da wirklich streng geworden. Zwei oder drei Rechtschreibfehler im Anschreiben führen sofort zum Aus", sagt Iris Ische Böhning. Sie ist Berufsberaterin bei der Arbeitsagentur München.

Um nichts zu übersehen, rät sie, das Anschreiben außerdem einmal Wort für Wort von rechts unten nach oben links durchzugehen. Die ungewohnte Reihenfolge beim Lesen führt dazu, dass man Flüchtigkeitsfehler eher sieht. (dpa/tmn)

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