06.10.2017 - 21:54 Uhr
Deutschland & Welt

Waffenlobby offen für Beschränkung von Schnellfeuer-Teilen: Trump prüft mögliches Verbot

Washington. US-Präsident Donald Trump erwägt nach dem Massenmord von Las Vegas ein Verbot von Schnellfeuer-Vorrichtungen, die halbautomatische Waffen fast so schnell schießen lassen wie Maschinengewehre. "Wir werden das in der nächsten, kurzen Zeit prüfen", sagte er dem Sender CNN zufolge am Donnerstag.

US-Präsident Donald Trump. Bild: Pablo Martinez Monsivais/dpa
von Agentur DPAProfil

Zuvor hatte sich die Waffenlobby NRA dafür ausgesprochen, die Vorrichtung, die Waffenbesitzer selbst anbauen können, mit "zusätzlichen Beschränkungen" zu belegen. Der Todesschütze, der in Las Vegas 58 Menschen tötete, verwendete die sogenannten Bump Stocks. Die "National Rifle Association" ist in der Vergangenheit stets gegen Beschränkungen des persönlichen Waffenbesitzes eingetreten. Trump hatte seine Unterstützung zugesichert: "Ihr seid meine Freunde, das könnt ihr mir glauben", hatte er als Redner auf einem Kongress der Waffenlobby gesagt. Und weiter: "Ihr habt euch für mich eingesetzt, ich werde mich für euch einsetzen."

Kritiker werfen der NRA vor, sich nur für Beschränkungen der Bump Stocks offen zu zeigen, um eine Verschärfung des Waffenrechts zu verhindern. Der erteilte die Lobby nach der Bluttat eine Absage. Trumps Sprecherin Sarah Sanders sagte, für eine Debatte über ein generell schärferes Waffenrecht sei es zu früh. Man wisse zu wenig über die Tat. Kongressmitglieder hatten sich offen für ein Verbot der Umbauvorrichtung gezeigt. Nach Angaben der Ermittler hat der Attentäter von Las Vegas eine der legalen Umbauvorrichtungen benutzt. Er konnte bis zu 900 Schuss pro Minute abgeben.

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