29.12.2017 - 22:10 Uhr
Deutschland & Welt

Weltgesundheitsorganisation will stärkere Kontrolle von Werbung Mehr fettleibige Kinder

Genf. Die Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen hat in Deutschland alarmierende Ausmaße angenommen. Das Problem muss nach Auffassung einer Expertin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rigoroser bekämpft werden. Vor allem die Werbung für Süßwaren, Junk-Food oder Bier müsse stärker eingeschränkt werden.

von Agentur DPAProfil

"Es reicht nicht, bei Werbung auf eine freiwillige Selbstkontrolle durch die Hersteller zu setzen", sagte die Ernährungswissenschaftlerin Juana Willumsen, WHO-Expertin für Fettleibigkeit bei Kindern. "Werbung muss klar reguliert sein, die Einhaltung muss überwacht werden und es muss Strafen bei Verstößen geben."

Bier mache besonders dick und Werbung dafür sei in Deutschland nicht verboten, betonte Willumsen. Das trage womöglich zum steigenden Gewicht vieler Erwachsener und Jugendlicher bei. Die WHO empfiehlt mehr Schulsport sowie eine Stadt- und Verkehrsplanung, die sportliche Freizeitbeschäftigung fördert.

Nach der von der WHO genutzten Statistik des Wissenschaftler-Netzwerks NCD-RisC waren 2016 in Deutschland 6,9 Prozent der Mädchen und 11,2 Prozent der Jungen zwischen 5 und 19 Jahren fettleibig. 1980 waren es bei den Jungen nur vier Prozent, 2000 waren es 8,1 Prozent. Ab welchem Gewicht ein Kind als fettleibig gilt, wird weltweit einheitlich berechnet.

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