Wir besuchen das Training der Weidner Rettungshunde-Staffel
Vierbeiner mit Plakette

Wenn Frauchen ihm die Weste überzieht, weiß Hund Carlo: Gleich geh" ich auf die Suche. Bild: m

Aufgeregt springt Carlo hin und her. Der große blonde Hund mit den Schlappohren kann es gar nicht erwarten, bis Frauchen Melanie Dirscherl ihm seine "Arbeitsweste" überzieht. Der Hovawart-Rüde weiß: Jetzt geht's gleich los!

Carlo ist nämlich ein ausgebildeter und geprüfter Rettungshund. Das beweist die Plakette mit dem Kreuz, die er am Halsband trägt. Die bekommen nur Vierbeiner, die wirklich was drauf haben. Und dafür müssen sie mindestens zwei bis drei Jahre trainieren.

Die Nase im Wind

Aber bei Hunden ist es wie bei Menschen: Nur wer regelmäßig übt, bringt eine gute Leistung. Und genau das tut Carlo jetzt. Melanie Dirscherl schickt ihn los: Der Hund soll einen Menschen im Wald suchen. Carlo läuft im Zickzack-Kurs durchs Dickicht, die Nase im Wind. Und schon bald hört man ihn laut bellen. Das bedeutet: Ich habe jemanden gefunden!

Natürlich hilft das Bellen auch den Menschen, die ihn begleiten. So wissen sie, wo sie den Hund suchen müssen. Melanie Dirscherl macht sich auf, findet und lobt ihren Carlo. Dazu gibt es eine leckere Belohnung - denn nur so lernen die Hunde bereitwillig.

Carlo gehört zur Rettungshundestaffel des BRK Weiden. BRK steht für "Bayerisches Rotes Kreuz". Mit ihm sind noch andere Hunde im Team - große, mittelgroße und kleine, Rassehunde und Mischlinge.
Im Grunde kann jeder Hund beim Rettungsdienst arbeiten. "Er muss nur arbeitsfreudig, gesund und zuverlässig sein", sagt Melanie Dirscherl, die Leiterin der Staffel. Arbeitsfreudig müssen aber auch die Frauchen und Herrchen sein. Trainiert wird nämlich zweimal die Woche und jedes Mal mehrere Stunden lang. Das ist nicht jedermanns Sache: "Viele interessieren sich für die Ausbildung, weil es sich toll anhört, einen Rettungshund zu haben", erzählt Melanie Dirscherl. "Wenn sie aber merken, mit wie viel Arbeit das verbunden ist, geben die meisten den Plan schnell auf."

Viele Kurse

Denn, Achtung: Nicht nur der Hund, auch der Mensch muss sich schulen lassen! Dazu zählen etwa Erste-Hilfe-Kurse, eine Sanitätsausbildung und Kurse im Umgang mit Karte, Kompass, GPS- und Funkgerät. Und natürlich muss der Mensch viel über seinen Hund lernen.

Dann aber sind beide ein tolles Team. Der Mensch verlässt sich ganz auf die feine Nase des Hundes - und der Hund verlässt sich darauf, dass sein Mensch ihn liebt, lobt und belohnt. (m)
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