28.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Zurück bleiben Fragen über Fragen

von Redaktion OnetzProfil

Hier stellen sich mir einige Fragen, die zur Klärung der Problematik als ausschlaggebend für die rechtliche Grundlage gegeben sind. Leider ist mir nicht ersichtlich, inwieweit sich Herr Klier (2. Bürgermeister von Freihung, Anm.d.Red.) abgesichert hat, ob er die Fällung veranlassen darf.

Ist es nicht so, dass eine Fällung zwischen 1. April und 30. September nicht vorgenommen werden darf? Wurde ein schriftlicher Fällungsantrag bei der Naturschutzbehörde gestellt? Und hat diese wiederum die Fällung schriftlich genehmigt? Diese Fragen stellen sich mir aufgrund des Bundesnaturschutzgesetzes, das diese Bedingungen vorgibt, außer es bestünde akute Gefahr. Unrechtmäßige Fällungen haben in der Vergangenheit deren Veranlassern hohe Strafen eingebrockt. Ich glaube nicht, dass die Gemeinde an so einer Strafe interessiert ist.

Für mich sieht es so aus: Wenn der Baum tatsächlich akut (verkehrs-)gefährdend gewesen wäre, wäre kein Gutachten mit Empfehlung zum Rückschnitt und anschließender Baumpflege erstellt worden, und niemand hätte für eine Unterschriftensammlung Zeit gehabt, weil der Baum unverzüglich hätte entfernt werden müssen. Das ist allerdings nicht geschehen.

Auch eine akute Entfernung, so wie jede andere, bedarf laut Bundesnaturschutzgesetz einer Zustimmung der Behörde und im Nachhinein muss ein Gutachter den gefällten Baum erneut untersuchen und bestätigen können, dass die Fällung unumgänglich war.

Ich frage mich, ob all diese bürokratischen Wege gegangen worden sind? Fragen über Fragen - alles sehr fragwürdig.

Elena Krauß, Amberg

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