12.10.2017 - 16:16 Uhr
Deutschland & Welt

Ja, ich will … einen Brautstrauß Sag' es durch die Blume

Schön blumig. Den klassischen Brautstrauß aus Blüten gibt es noch gar nicht so lange. Bis zur Renaissance traten die Bräute mit einem Kräuterstrauß vor den Altar, um den Weihrauchgeruch in der Kirche zu überdecken und sich vor einer Ohnmacht zu schützen. Außerdem sollten die Kräuter böse Geister abwehren. Später demonstrierte ein üppiger Brautstrauß Wohlstand und Reichtum. Heute haben Bräute ganz andere Gedanken: Welcher Brautstrauß passt zum Kleid? Drei Varianten sind gerade ziemlich angesagt.

von Wir heiraten!Profil

Biedermeierstrauß

Biedermeiersträuße sind die Klassiker unter den Brautsträußen. Die Blumen – meist Rosen, Anemonen oder Hortensien – werden an den kurzen Stilen kugelartig zusammengebunden und mit Perlen und Bändern geschmückt. Der Biedermeisterstrauß ist sehr dezent, aber elegant. Am besten eignet er sich für verspielte und auffällige Kleider.

Zu schade zum Wegwerfen?

Wer wird die Nächste sein? Das Brautstrauß-Orakel verrät es den Gästen. Seit dem 18. Jahrhundert ist es guter Brauch auf Hochzeiten, den Brautstrauß in die Menge zu werfen. Fangen dürfen ihn alle ledigen jungen Frauen über 18. Der Aberglaube besagt, dass die Fängerin als nächste Braut vor den Altar treten wird.

Vielen Bräuten fällt es schwer, sich vom eigenen Brautstrauß zu trennen. Daher ein Tipp: Zwei Brautsträuße anfertigen lassen und den Ersatz zum Brautstrauß-Werfen verwenden.

Zepterstrauß

Das „florale Zepter“ hält die Braut mit ihrem Zepterstrauß in den Händen. Oft sind es Orchideen, Callas oder Rosen, deren Stile in ganzer Länge eng zusammengebunden werden. Ein Band verstärkt den Strauß. Bräute in einem kurzen Kleid oder einem Hosenanzug bevorzugen diese angesagte Variante des Brautstraußes.

Blätter statt Blüten

Blumen bezaubern. Blüten und Blätter tragen maßgeblich zur Wohlfühlatmospäre bei. Brautpaare mit kleinem Budget können beim floralen Design sparen, ohne die dekorative Schönheit der Pflanzen zu zerstören. Wer saisonale Blumen auswählt, spart automatisch. Bei Brautstrauß und Tischdekoration gilt: Je mehr Grün, desto kostengünstiger. Also eher Blätter statt Blüten verwenden. Bei der Auswahl der Farben ist die Intensität der Farben entscheidend: Kräftige Farben sind auffälliger, deshalb sind weniger Blüten notwendig. Auch hübsch: einzelne Blüten als Tischdekoration auslegen.

Kaskadenstrauß

Der Kaskadenstrauß, auch Wasserfall genannt, hat eine auffällige Form. Er erscheint pompös mit viel Grün, zum Beispiel Efeu. Die Blumen sind fallend nach unten gebunden. So sieht es aus, als würden die Blumen aus der Hand fließen. Perfekt geeignet ist diese Variation für große Bräute mit schlichten Kleidern, denn so kommt die Länge des Straußes besser zur Geltung.

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