13.04.2017 - 09:24 Uhr
Deutschland & Welt

Kia geht mit neuem Rio in die Frühlings-Offensive Der Kleine mit der Tigernase

Die Koreaner haben wieder zugeschlagen. Diesmal melden sie sich kraftvoll in der Kleinwagen-Klasse zu Wort. Das fängt schon beim Design an. Selbstbewusst reckt der knuffige Rio seinen Grill - die nun breiter und flacher interpretierte „Tigernase“ - in die Autowelt. Mit der gegenüber dem Vorgängermodell verlängerten Motorhaube, dem kürzeren Überhang des Hecks, der steileren C-Säule und der prägenden Schulterlinie steht der Kleine proper auf den Rädern, die je nach Ausstattungsvariante von 15 bis auf 17 Zoll Felgendurchmesser haben können. Ein gelungen frischer, erster Eindruck.

Zum Test tritt der Rio mit einem 100 PS starken Dreizylinder-Benziner an. Das 1,0-Liter-Motörchen bringt den Koreaner gut in Schwung und erlaubt sogar schaltfaules Fahren.
von Auto Motor SpezialProfil

Wertige Materialien

Wie bei Kia inzwischen üblich, präsentieren sich die Verarbeitung akkurat und die Innenmaterialien wertig. Ohne Schnickschnack, sondern einfach klar und gut ablesbar gestaltet, kommen die zentralen Instrumente Tacho und Drehzahlmesser ihren Aufgaben nach: große schwarze Skalen, weiße Ziffern und rote, innen beleuchtete Zeiger. Je nach Ausstattung übernimmt ein bis zu sieben Zoll großer und mittig nach oben gerückter Bildschirm die Darstellung der Infotainment-Funktionen und der Navigation. Ergänzt wird dieses Cockpit-Ensemble durch sinnvoll angeordnete Bedienelemente, die keine Rätsel aufgeben.

Motorisierungen

Ein Blick in die Motorenliste: Da übernehmen die „dicken“ Vierzylinder mit 1,2 und 1,4 Liter Hubraum die Einstiegsmotorisierungen von 84 bis 99 PS, während der schnuckelig schlanke Dreizylinder mit einem Liter Hubraum die Stafette erst mit 100 PS übernimmt oder mit 120 PS noch oben draufsetzt.
Einmal in Fahrt, begeistert der kleine Koreaner durch einen Federungskomfort, der in dieser Fahrzeugklasse nicht häufig anzutreffen ist. Straßenunebenheiten werden prima geschluckt, ohne dass der Rio zu einer Sänfte wird, die bei sportlicher Gangart aufschaukelt und dann überfordert ist.

Kauf ohne Reue

Bei den Ausstattungslinien setzt Kia auf Vielfalt: Attract, Edition 7, Dream-Team Edition, Spirit und Platinum-Edition. Obwohl in dieser Klasse kaum anzutreffen, hat Kia bereits beim Spirit den autonomen Bremsassistenten mit Fußgängererkennung serienmäßig als Teil des „Advanced-Driving-Assistance-Pakets“ an Bord, das sonst für 990 Euro Aufpreis zu haben ist. Der Rio ist selbst in der Basisversion nicht ärmlich ausgestattet. Ein Kauf ohne Reue ist der Kia Rio damit allemal: Denn das Preis-/Leistungsverhältnis ist wie auch die Qualität stimmig, und sieben Jahre Garantie bietet sonst keiner. Wie gesagt: Die Koreaner haben wieder zugeschlagen. (Klaus Brieter/mid/tt)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.