Olympische Winterspiele 2018
Slalom der Damen verschoben - Deutsche Eisläufer aktuell auf Platz 4

Helfer präparieren bei widrigen Witterungsbedingungen die Strecke. Wegen des heftigen Windes haben die Veranstalter den ersten Durchgang des Damen-Slaloms verschoben. Bild: Luca Bruno/AP/dpa

Nach der Herren-Abfahrt und dem Riesenslalom der Damen wird auch der Damen-Slalom bei den Olympischen Winterspielen verschoben.  Stattfinden kann das Halfpipe-Finale der Herren. Es wird jedoch von einem Sturz überschattet. Außerdem müssen die deutschen Eiskunstläufer um eine Medaille kämpfen.



Pyeongchang. Der Slalom mit den drei deutschen Starterinnen Lena Dürr, Christina Geiger und Marina Wallner soll nun am Freitag und damit am gleichen Tag wie der Herren-Super-G gefahren werden. Als Startzeiten der zwei Durchgänge bestimmten die Organisatoren 2 Uhr MEZ (10 Uhr Ortszeit) und 5.15 Uhr MEZ (13.15 Uhr). Dazwischen ist um 3 Uhr MEZ (11 Uhr) der Super-G geplant. Grund für die Absage am Mittwoch war wie schon in den Tagen zuvor der starke und böige Wind. Als bislang einziges Rennen wurde die Alpine Kombination gefahren.

Das IOC sieht die dritte Absage beim vierten geplanten Alpin-Rennen gelassen. "Wenn der Wind noch 15 Tage weiterbläst, dann haben wir ein Problem. Im Moment aber ist es okay. Der Ski-Weltverband ist an Störungen durch Wind und Wetter gewöhnt", sagte Sprecher Mark Adams.

"Es ist halt blöd für uns, langsam ist es nervig. Du stehst jeden Tag auf, fährst raus, dann packst du wieder zusammen und fährst zurück", sagte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier. Kritik übte er keine: "Für das Wetter kann keiner was. Nicht mal das IOC."

Snowboard-Star White feiert dritten Halfpipe-Olympiasieg

Stattfinden konnte hingegen wie geplant das Halfpipe-Finale der Snowboarder. Mit einer großen Show holte der Amerikaner Shaun White dort für die USA die 100. Goldmedaille bei Olympischen Winterspielen.

White setzte sich am Mittwoch bei den Winterspielen in Pyeongchang in einem spannenden Finale durch und feierte mit seinem dritten Auftritt ganz zum Schluss nach 2006 und 2010 sein drittes Gold. Für seine beste Vorstellung erhielt der 31-Jährige 97,75 Punkte. White lag damit vor dem Japaner Ayumu Hirano und Weltmeister Scotty James aus Australien. Dem Team der USA bescherte er die 100. Goldmedaille in der Geschichte der Winterspiele.

Vor dem dritten Durchgang war White nur Zweiter. Doch als es um die Entscheidung ging, konnte er sich vor 4909 Zuschauern mit zwei Sprüngen mit vierfacher Drehung noch einmal steigern. White riss die Arme hoch und weinte. Für den Ausnahmekönner war der Triumph eine Wiedergutmachung nach dem vierten Platz von Sotschi.

Seine Wertung aus der Qualifikation erreichte er mit seinem Gold-Lauf aber nicht. Am Dienstag hatte der Snowboard-Artist mit 98,50 von 100 möglichen Punkten einen fast perfekten Lauf gezeigt. "Er hat mal wieder allen gezeigt, dass er noch da ist", sagte der Passauer Johannes Höpfl. Für den 22-Jährigen war die Teilnahme in Südkorea ein Erfolg, in der Qualifikation blieb er ohne Chance.

Das Finale wurde von einem üblen Sturz des erst 16 Jahre alten Yuto Totsuka überschattet. Mit dem Rettungsschlitten wurde der Japaner aus der Eisrinne gebracht. Das japanische Team gab dann Entwarnung. Der 16-Jährige sei bei Bewusstsein und werde mit Schmerzen im Hüftbereich zu Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht.

Eis-Paar Savchenko/Massot nur Vierte vor Olympia-Kür

Im Eiskunstlauf muss währenddessen das deutsche Paar Aljona Savchenko und Bruno Massot um eine Medaille im Paarlauf-Wettbewerb bei den Olympischen Winterspielen kämpfen. Die WM-Zweiten aus Oberstdorf liegen nach einem nicht ganz fehlerfreien Kurzprogramm am Mittwoch in Pyeongchang mit 76,59 Punkten auf dem vierten Platz. Die Weltmeister Sui Wenjing/Han Cong aus China (82,39) führen vor der Kür am Donnerstag (10.30 Uhr Ortszeit/ 2.30 Uhr MEZ) in der Gangneung Eisarena vor den Europameistern Jewgenija Tarassowa/Wladimir Morosow (OAR/81,68) und Meagan Duhamel/Eric Radford (Kanada/76,82). An den Rekord von 84,17 Punkten der russischen Olympiasieger Tatjana Wolossoschar/Maxim Trankow in Sotschi 2014 kam kein Paar heran.

Die EM-Achten Annika Hocke/Ruben Blommaert (63,04) aus Berlin erreichten bei ihrem Debüt auf Rang 16 das Finale der besten 16 Duos. Ryom Tae Ok/Kim Ju Sik (69,40), die sich als einzige Nordkoreaner sportlich für die Spiele qualifiziert hatten, sind vorerst Elfte.
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