19.02.2009 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Sigl: Überraschender Nachwuchs für Bauern-Familie: Kuh "BMW": Ein echter Dreier

Zwillinge hatten die Baumgärtners im vergangenen Jahr schon zweimal in ihrem Kuhstall - und das mit nur einem Tag Abstand. Aber die Kalb-Drillinge, die jetzt auf dem Bauernhof in Sigl bei Vilseck zur Welt gekommen sind, sind schon eine kleine Sensation für die Familie: Selbst die Oma mit ihren 82 Jahren hat das bis jetzt noch nicht erlebt.

von Heike Unger Kontakt Profil

Peter Baumgärtner und seine Frau Elisabeth wussten zunächst gar nichts von ihrem "Kälber-Segen". Zwar lassen "Ausbuchtungen" am Bauch einer trächtigen Mutterkuh zuweilen schon vermuten, dass da vielleicht mehr als ein Jungtier unterwegs sein könnte. Doch dass es am Ende gleich Drillinge werden sollten, das war für die Baumgärtners dann doch eine ziemliche Überraschung.

Zufällige Entdeckung bei "BMW"

Der Milchbauer war gerade dabei, seine Tiere im Stall zu füttern, als er merkte, dass eine seiner Kühe - sie trägt den schnittigen Namen BMW - ein Kalb zur Welt gebracht hatte. Für Baumgärtner an sich nichts Besonderes, zumal die Geburt fast genau auf den berechneten Termin gefallen war. Als er wenig später erneut an "BMW" vorbei kam, lag da aber plötzlich noch ein zweites Kalb - und kurz darauf kam noch ein drittes. "Auf einmal schreit er ganz laut", erinnert sich Baumgärtners Ehefrau Elisabeth, die zu diesem Zeitpunkt im Haus war - und verrät lachend, "ich hab' mich ned amal richtig an'zog'n", als sie in den Stall hinüber lief, wo ihr Mann verkündete, "wir haben drei Mockala".

Geburt ohne Komplikationen

Die hatte die Mutterkuh ganz ohne Hilfe geboren - und glücklicherweise auch ohne Komplikationen. "Das schwierige ist es, sie groß zu bringen", erklärt Elisabeth Baumgärtner. Doch inzwischen haben die Kälbchen die beiden kritischen ersten Wochen, in denen auch die Unterstützung des Tierarztes nötig war, gut überstanden: gute Aussichten für das muntere Trio, das die Baumgärtners beinahe vor Platzprobleme stellt. "Bei uns ist alles voller Kalbl", lacht Peter Baumgärtner, während ihm der tierische Nachwuchs die Hände ableckt - "Platz bräucht' ma ohne Ende!" Vor allem, weil die Drillinge "wieselflink und wild" sind, wie seine Frau hinzufügt.

Kälber sollen in der Familie bleiben

Das kann schon ganz schön anstrengend sein, macht aber auch Spaß. Und der soll im Kuhstall schon auch noch herrschen, meinen die Baumgärtners - "wir gehen schließlich noch gern zu unseren Viechern." Alle drei Neuzugänge wollen die Baumgärtners behalten - zumindest für die nächsten beiden Jahre. Die beiden weiblichen Kälber sollen dann selbst Nachwuchs bekommen und Milchkühe werden. Für den Dritten im Bund, einen Bullen, sieht die Zukunft weniger rosig aus: "Der wird gemästet. Der wird mal ein Steak", erklärt Elisabeth Baumgärtner. So ist das halt in der Viehwirtschaft - "irgendwann trennen sich die Wege".

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