Was bei einer Erkältung essen?
Gesunder Appetit

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Bettruhe ist das Gebot Nummer eins bei Erkältung und Grippe. Den Körper kann man aber zusätzlich mit richtiger Ernährung unterstützen – was man essen sollte, wir verraten es.

Dass richtige Ernährung einen wichtigen Einfluss auf unser Immunsystem hat ist unbestritten. Im Idealfall wird der Organismus das ganze Jahr über mit Vitaminen und wertvollen Nährstoffen versorgt, damit die körpereigene Abwehrfunktion vor allem jetzt im Winter zuverlässigen Schutz vor Bakterien und Viren bieten kann. Eine wichtige Rolle spielt das Vitamin C, welches nicht vom Körper selbst produziert werden kann und über die Nahrung aufgenommen werden muss. Vitamin C als antioxidativ wirkende Substanz fängt sogenannte freie Radikale ab und macht sie unschädlich. Es ist wichtig, dieses Vitamin das ganze Jahr über aufzunehmen, im Falle einer Erkältung leistet es einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der körpereigenen Abwehr, aggressive Substanzen, Bakterien und Viren können schneller, wirksamer bekämpft werden. Vitamin C kommt etwa in Zitrusfrüchten, Beeren, Paprika, Brokkoli und Kiwis vor. Der tägliche Bedarf wird zum Beispiel mit einem Saft aus zwei frisch gepressten Orangen oder einer roten Paprika abgedeckt. Aufnehmen kann der Körper übrigens nur eine bestimmte Menge an Vitamin C – es bringt also nichts, Unmengen an Obst und Gemüse zu essen, um seinen Speicher mit Vorräten zu füllen.

Eine gleichsam wichtige Rolle für die Abwehrkräfte nimmt das Spurenelement Zink ein, welches ebenfalls als Radikalfänger wirkt. Mehr noch: Viele Enzyme des Körpers sind auf Zink angewiesen, um richtig funktionieren zu können. Weil Vitamin C und Zink oftmals erst in Kombination zueinander wirken, ist die Aufnahme von Zink so bedeutend und wichtig. Das Spurenelement kommt beispielsweise in Fisch, Käse, Haferflocken und Milch vor.

Eine geradezu perfekte Grundlage für ein gesundes Immunsystem bietet das heimische Wintergemüse der Oberpfalz. Neben zahlreichen unterschiedlichen Kohlsorten werden in der kalten Jahreszeit auch Steckrüben, Rote Beete und Sellerie frisch auf den Feldern geerntet. Diese garantieren einen hohen Vitamingehalt und sind allemal gesünder als übersätes Sommergemüse, das aus dem Ausland importiert wird. Die artenreiche Kohlfamilie bringt Abwechslung auf den Speiseplan: Ob Blumenkohl oder Brokkoli, ob Wirsing oder Kohlrabi – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Kohl enthält reichlich verdauungsfördernde Ballaststoffe und ist sehr kalorienarm. Praktisch alle Kohlsorten sind vitamin- und mineralreich. Besonders viel Vitamin C steckt in Grünkohl und Weißkohl. Rosenkohl enthält besonders viel wertvolles Pflanzeneiweiß. Um der blähenden Wirkung von Kohlgerichten entgegenzuwirken, empfiehlt es sich beim Kochen Kümmel oder Fenchelsamen hinzuzufügen. Wer Wintergemüse mit fetthaltigem Seefisch kombiniert, ist am besten versorgt. Denn Fisch ist eine ideale Quelle für Vitamin D, welches der Körper zur optimalen Calzium-Aufnahme benötigt.

Fazit: Wer unter einer akuten Erkältung leidet, sollte darauf achten, genügend Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zu essen. Obst, Gemüse und Vollkornprodukte sind hier das Mittel der Wahl. Der Körper wird es auch danken, wenn ihm während der Krankheitsphase leicht bekömmliche Speisen wie eine Suppe zugeführt werden und nicht schwer Verdauliches und Fettreiches. Und natürlich ist neben richtiger Ernährung vor allem Trinken wichtig – ausreichendes Trinken. Am besten sind warme Getränke.

Rinderkraftbrühe mit GemüseZutaten für 4 Portionen:

• 2 Liter Wasser
• 250 g Beinscheibe(n) vom Rind
• 250 g Suppenfleisch vom Rind
• ½ Bund Suppengemüse
• 100 g Rosenkohl
• 1 Kohlrabi
• 1 ½ Stangen Lauch
• 1 ½ Stücke Zwiebeln
• Salz

Zubereitung:

Beinscheiben, Suppenfleisch und in Scheiben geschnittene Zwiebeln in einem Topf kräftig rundum anschmoren. Wasser dazu geben sowie das grob geschnittene Suppengemüse. Die Suppe auf kleiner Flamme zwei Stunden köcheln lassen. Nach der Kochzeit das Fleisch aus dem Topf nehmen, das Fleisch parieren (Trennen des Fleisches von Knochen, Fett und Sehnen) und nur das übrig gebliebene magere Fleisch klein geschnitten beiseite legen. Die Suppe durch ein Sieb in einen zweiten Topf umgießen und das verkochte Suppengemüse wegwerfen oder noch anderweitig verwerten. Nun das restliche – zwischenzeitlich geputzte und klein geschnittene – Gemüse sowie das Fleisch beifügen, nach eigenem Geschmack salzen und noch einmal für ca. 30 Minuten auf kleiner Flamme weiter kochen, bis das Gemüse bissfest ist.

Arbeitszeit: ca. 20 Minuten
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