13.04.2017 - 08:37 Uhr
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Weniger Lärm, mehr Wohnkomfort durch Trockenbau-Systeme Flexibilität und Kostenersparnis

Mit Trockenbau-Systemen können Bauherren schnell und wirtschaftlich neue Räume schaffen, auch in Eigenleistung. Gegenüber gemauerten Innenwänden sind Trockenbauwände beim Innenausbau klar im Vorteil aufgrund der hohen Flexibilität und der Kostenersparnis.

von besser bauen schöner wohnenProfil

Abgesehen von tragenden Wänden oder Stützen kann der Grundriss im Erdgeschoss und beim Dachausbau mit Trockenbau-Systemen nahezu beliebig verändert werden. Trockenbauwände bestehen aus einem Tragwerk aus Holz oder Metall, einer beidseitigen Beplankung mit Trockenbau-Platten sowie einer zwischenliegenden Dämmung.

Da bei der Trockenbauweise keine Feuchtigkeit entsteht, sind die Wohnräume nach dem Innenausbau sofort nutzbar. Außerdem lassen sich die Trockenbauwände einfach und schnell wieder entfernen und sind gut zu entsorgen. Je nach Bedarf können Trockenbauwände in punkto Schallschutz oder Brandschutz optimiert werden, schlucken Elektrosmog oder bauen sogar Schadstoffe aus der Raumluft ab und sorgen für ein gutes Raumklima.

Für Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit und kondensierender Nässe taugen die handelsüblichen Materialien zum Trockenbau nicht. Das gilt auch für Bereiche, wo Spritzwasser die Wände treffen kann - also typischerweise im Badezimmer. Heimwerker und Profis müssen hier, wo etwa die Trennwände der Dusche oder Vorwandinstallationen damit gebaut werden können, zu abgestimmten Materialien greifen, etwa imprägnierten Gipskartonplatten. Diese Produkte kennzeichnen die Hersteller entsprechend. Werden nicht auf diese Bedingungen ausgelegte Trockenbauwände ständiger Nässe ausgesetzt, bildet sich Schimmel.

Diese Konstruktionen werden gerne von Heimwerkern bei Umbauten in Eigenregie hochgezogen. Beim Trockenbau wird - wie der Name schon andeutet - nur mit trockenen Materialien gearbeitet, etwa Gipsplatten. Diese kommen auf Unterkonstruktionen aus Stahlblechprofilen oder Holz. Feuchter Mörtel oder Gips wird nur zum Schließen von Fugen eingesetzt, heißt es in dem neuen Ratgeber des Bauherren-Schutzbundes, «Trockenbau ABC».

Das Raumklima wirkt sich auch auf die Abdichtung der Platten aus. Hier muss man ebenfalls auf imprägnierten Fugenspachtel zurückgreifen. Außerdem müssen Heimwerker besonders darauf achten, dass keine Hohlräume oder Risse in den Fugen zurückbleiben. Dadurch kann Feuchtigkeit in die Konstruktion eindringen. Dort, wo es Spritzwasser gibt, etwa im Bereich der Badewanne und der Dusche, sollte man auch eine spezielle Abdichtung zum Beispiel mit einer Flüssigdichtfolie anlegen. (aktion pro eigenheim /dpa)

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