21.06.2017 - 00:40 Uhr
Deutschland & Welt

Wie man gut geschützt durch die heißen Sommerwochen kommt Die Sonne ist schön – mitunter schön gefährlich

Sonne tanken, ins kühle Nass springen, am Seeufer liegen – es ist Sommer! Die Sonne sticht vom wolkenlosen Himmel. So schön die heiße Jahreszeit ist, so gefährlich kann sie werden. Dann, wenn man sich ungeschützt der gleißenden Hitze aussetzt. Worauf es jetzt ankommt, verraten wir in unserem Leitfaden.

von Gesund & VitalProfil

Das Wichtigste: ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Wasser oder verdünnte Säfte sind ideal für heiße Sommertage, mindestens zwei bis drei Liter am Tag sollten es schon sein, damit der Körper ausreichend versorgt ist. Beim Schwitzen gehen in erster Linie viele Salze und Minerale verloren, diese lassen sich schmackhaft und effektiv beispielsweise auch mit einer Brühe wieder ausgleichen. Es müssen übrigens ohnehin nicht immer klassische Flüssigkeiten sein, auch in Obst und Gemüse steckt viel Wasser, also gerne zu Erdbeeren, Gurken, Salat oder Melonen greifen! Ach ja, man sollte eigentlich erst gar nicht mit dem Trinken warten, bis der Durst kommt, denn dann ist es schon zu spät, Durst ist ein Zeichen von Mangel, deshalb: Trinken, auch wenn man (noch) gar keinen Durst hat.

Es ist in erster Linie der Kopf, der einer permanenten und direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt und dadurch besonders gefährdet ist. Wenn kontinuierlich Hitze auf Kopf, Hals oder Nacken brennt, droht schnell ein Sonnenstich. Dabei werden die Hirnhäute, welche unter der Schädeldecke liegen, gereizt, ein erhitzter oder geröteter Kopf können Alarmzeichen sein, ebenso Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit. Eine einfache Kopfbedeckung wie Sonnenhut oder Baseballkappe schirmt die Sonnenstrahlen erfolgreich ab, vor allem Menschen mit Glatze und kleine Kinder sollten stets eine Kopfbedeckung tragen. Die Mittagssonne sollte man übrigens generell vermeiden, denn dann ist die Hitze am größten, also zu dieser Tageszeit Schutz vor der Sonne suchen und im Schatten aufhalten!

Viele Menschen cremen sich nur im Urlaub ein, zuhause wird dieser hoch wirksame Hautschutz allzu gerne vernachlässigt. Ein großer Fehler, denn auch in unseren Breiten hat die Sonne im Sommer eine gewaltige Kraft. An heißen Tagen ist es zwingend notwendig, sich einzucremen – mindestens Lichtschutzfaktor 15 sollte es sein. Laut Stiftung Warentest sollte man sich unmittelbar nach dem Plantschen im Freibad, Weiher oder See erneut eincremen, auch wenn das Produkt als „wasserfest“ deklariert ist. Wer seine Haut bereits einige Minuten ungeschützt Sonnenstrahlen aussetzt, tut ihr nichts Gutes, im Gegenteil: gefährdet sie. Wichtig für die Hautpflege im Sommer ist es, seinem Hauttyp entsprechend einzucremen. Je heller der Hauttyp, desto höher der Lichtschutzfaktor. Unterschieden werden vier Hauttypen:

Hauttyp 1 zeichnet sich durch helle Haut mit Sommersprossen, blonde oder rote Haare und blaue bis grüne Augen aus. Ein Sonnenbrand stellt sich bei ihm nach etwa fünf bis zehn Minuten Mittagssonne im Sommer ein.

Hauttyp 2 hat helle Haut und blonde Haare, dazu blaue oder grüne Augen. Zum Sonnenbrand kommt es bei ihm nach etwa zehn bis 20 Minuten. Hauttyp 3 hat mittelhelle Haut, dunkle Haare und braune Augen. Sonnenbrandgefahr besteht nach etwa 20 bis 30 Minuten Aufenthalt in der Sonne.

Hauttyp 4 hat dunkle Haut, schwarze oder braune Haare und braune Augen. Sonnenbrandgefahr besteht hier nach etwa 40 Minuten.

Ebenso wichtig an heißen Sommertagen: Sonnenbrille. Diese kann ruhig cool aussehen, doch neben Farbe und Form muss sie verlässlich ihren eigentlichen Sinn und Zweck erfüllen: den UV-Schutz gewährleisten. Denn ohne Schutz dringen kurzwellige UV-Strahlen ins Auge und schädigen dort Binde-, Horn- und Netzhaut. Aber welche Sonnenbrillen eignen sich als adäquater Schutz? Als Orientierung dienen grundlegende Sicherheitsstandards nach europäischen Richtlinien, die man zum Beispiel am CE-Zeichen an der Bügelinnenseite erkennen kann. Allerdings gibt es keine unabhängige Instanz, die jedes Modell mit dieser Kennzeichnung prüft. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich beim Augenarzt oder Optiker fachkundig beraten lassen.

Wer an heißen Sommertagen auf Outdoorsport wie das Laufen nicht verzichten möchte, ist gut beraten, seine sportliche Aktivität auf den kühlen Morgen zu legen. Selbst abends dauert es sehr lange, bis es merklich abkühlt. Ratsam ist, seinen Körper an diesen Tagen nicht an die Leistungsgrenze zu bringen, denn der Organismus ist bei erhöhten Temperaturen ohnehin stärker gefordert. Es besteht also die Gefahr, dass man sich leicht überanstrengt.

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