09.03.2018 - 20:14 Uhr
Deutschland & Welt

130. Todestag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen Erinnerung an Raiffeisen

Mainz. Die lange verstaubt wirkende Rechtsform der Genossenschaft erlebt in Zeiten vieler Umbrüche mit ihrer Betonung der Solidarität eine Renaissance. "Viele Organisationen verlieren heute Mitglieder, aber bei Genossenschaften zeigt der Trend klar nach oben", sagte Werner Böhnke, der Vorsitzende der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft. Mehr als 22 Millionen Menschen in Deutschland seien Mitglied einer Genossenschaft. "Die Spanne reicht von A bis Z, von Apotheker- bis zur Zweiradgenossenschaften."

Die Bronzebüste des Sozialreformers und Vaters der Genossenschaften in Deutschland, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, ist im Kulturhaus in Hamm/Sieg zu sehen. Bild: Thomas Frey/dpa
von Agentur DPAProfil

Ihr Ahnherr, der Westerwälder Bürgermeister Friedrich Wilhelm Raiffeisen, starb an diesem Sonntag vor 130 Jahren. Am 30. März 1818 ist er in Hamm an der Sieg zur Welt gekommen, im selben Jahr wie Karl Marx. Die Raiffeisen-Banken sind schon lange nach dem Sozialreformer benannt. Bundesweit soll es heute auch mehr als 1500 Raiffeisenstraßen, -ringe, -wege und so weiter geben. 2016 hat es die Genossenschaftsidee als erste Eintragung Deutschlands in die Unesco-Liste des Immateriellen Kulturerbes geschafft. Der Festakt der Raiffeisen-Gesellschaft soll an diesem Sonntag mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) in Mainz über die Bühne gehen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier betont, Raiffeisen habe gezeigt, "was das Engagement des Einzelnen und die Solidarität vieler gerade in schwierigen Zeiten bewirken können. Das macht für mich seine Idee und sein Wirken so modern."

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