29.09.2017 - 22:08 Uhr
Deutschland & Welt

50 Staaten und Gebiete starten automatischen Austausch von Finanzdaten Weltweiter Austausch

Berlin. Für Steuerbetrüger wird es künftig schwieriger, Schwarzgeld ins Ausland zu transferieren. Deutschland und 49 weitere Staaten sowie Gebiete starten am Samstag mit dem automatischen Austausch von Finanzdaten im Steuerbereich.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Damit werden erstmals umfassend Daten über Konten von Ausländern bei ihren Banken mit deren Heimatländern ausgetauscht - beginnend mit Vorgängen für 2016. Ab September 2018 wollen 102 Länder mitziehen. Basis sind Standards der Industrieländer-Organisation OECD. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hofft auf mehr Transparenz: "Wer Gelder ins Ausland verlagert hat, muss künftig noch stärker damit rechnen, dass die Finanzämter davon erfahren." Die Deutsche Steuergewerkschaft schätzt, dass langfristig rund 30 Millionen Datensätze nach Deutschland kommen.

Der Chef der Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, erwartet laut "Tagesspiegel", dass unter den nach Deutschland kommenden Datensätzen auch den Finanzbehörden unbekannte Daten sein werden. Bei den Finanzämtern vor Ort würden die Daten aber erst 2019 ankommen.

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