Ab 1. Januar 2017
Opec drosselt Fördermenge

Eine Kürzung der Ölförderung der Opec-Länder könnte steigende Preise für Benzin und Heizöl zur Folge haben. Archivbild: dpa

Wien. Erstmals seit dem Jahr 2008 kürzt die Opec ihre Ölproduktion. Die Organisation beschloss am Mittwoch in Wien, eine im Grundsatz bereits getroffene Einigung über geringere Fördermengen ab 1. Januar 2017 umzusetzen. Das Kartell will in den kommenden sechs Monaten 1,2 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag weniger produzieren. Das neue Limit soll bei 32,5 Millionen Barrel täglich liegen. Als wesentliche Maßnahme zur Erreichung des Ziels setzte Indonesien, das rund 700 000 Barrel Öl am Tag fördert, seine Mitgliedschaft aus. Noch vor der offiziellen Verkündung waren die Ölpreise stark angestiegen. Ob der Effekt der Maßnahme mittelfristig anhält, ist jedoch noch nicht klar. Ein positives Signal sei, dass auch andere wichtige Förderländer unter den Nicht-Opec-Staaten mitziehen werden, hieß es. Russland habe bereits zugesichert, 300 000 Barrel am Tag weniger zu fördern. Im September hatte die Opec schon eine prinzipielle Förderkürzung beschlossen. Doch besonders der Iran hatte sich gegen eine Drosselung gestellt. Durch ein Überangebot am Markt haben sich die Ölpreise seit 2014 fast halbiert.

Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.