Appell an Bundesregierung
Handwerk für Flexibilisierung der Arbeitszeit

Handwerks-Präsident Hans Peter Wollseifer. Bild: Sven Hoppe/dpa

Berlin. Das Handwerk in Deutschland erwartet von der Bundesregierung eine Lockerung der gesetzlichen Regeln zur Arbeitszeit. Die Branche hoffe, dass Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bereit sei, mehr Flexibilität bei Arbeitszeiten und im Arbeitsrecht zuzulassen", sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, der "Rheinischen Post". "Ein zu enges Arbeitszeitkorsett und zu starre und unflexible arbeitsrechtliche Vorschriften tun der Wirtschaft nicht gut." Die Arbeitgeber dringen darauf, statt der bislang höchstens acht Stunden pro Tag nur noch eine maximale Wochenarbeitszeit im Gesetz festzuschreiben. Union und SPD wollen laut Koalitionsvertrag "Experimentierräume" für tarifgebundene Unternehmen schaffen. Der DGB lehnt Experimente beim Arbeitszeitgesetz ab, wie Vorstandsmitglied Stefan Körzell in Berlin sagte. "Das Arbeitszeitgesetz bietet schon heute genug Flexibilität - auch für die digitale Wirtschaft." Viele Unternehmen praktizierten sehr flexible Arbeitszeitmodelle. "Dieses Gesetz muss erhalten bleiben, daran darf nicht herumgebastelt werden."

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