ATU hat neuen Eigentümer
Mobivia vollzieht Übernahme

ATU Weiden. Bild: Gerhard Götz

Weiden. Am Donnerstag erfolgte die Vollzugsmeldung für die geglückte Übernahme der Werkstattkette ATU durch die französische Mobivia-Groupe. Wie berichtet, hatte vor zwei Wochen eine Verständigung "in letzter Minute" über eine Reduzierung der Mieten für 273 Filialen den Weg frei gemacht für den Einstieg von Mobivia - und letztendlich auch die Rettung für ATU bedeutet.

"Rechtzeitig vor Weihnachten ist der Schulterschluss mit Mobivia unter Dach und Fach", bestätigte Jörn Werner, Vorsitzender der ATU-Geschäftsführung die komplexe und komplizierte Transaktion (Closing). "Wir haben nun einen langfristig denkenden, strategischen Partner aus der Branche, der uns helfen wird, die Neuausrichtung von ATU zu beschleunigen und zum Erfolg zu führen."

Für die Mobivia-Groupe bedeutet der Kauf von ATU den Einstieg in Deutschland, wo sie bisher nicht mit Werkstätten präsent war. Mobivia erhofft sich einen deutlichen Ausbau ihrer "führenden Marktstellung" in Europa. Die Gruppe wird künftig mit knapp 2000 Werkstätten und mehr als 21 000 Mitarbeitern auf einen gemeinsamen Umsatz von rund 2,8 Milliarden Euro kommen. Wie die Presseerklärung weiter betont, soll ATU innerhalb der Mobivia-Groupe unter der eigenen Marke als eigenständiges Unternehmen im deutschsprachigen Raum agieren und den Sitz in Weiden behalten.

Mobivia-Groupe in 19 Ländern aktiv

Die Mobivia-Groupe ist künftig in 19 Ländern Europas, Nordafrikas und Südamerikas aktiv und betreut bereits jetzt mit ihren Marken Norauto, Midas, Carter-Cash, Auto 5, Synchro Diffusion, Bythjul und Skruvat mehr als 30 Millionen Kunden. Mit dem Business Accelerator Via ID, der innovative Start-Up-Unternehmen unterstützt, gilt die Mobivia-Groupe als einer der führenden Anbieter in den zukunftsträchtigen, innovativen Bereichen Shared, Connected und Urban Mobility.

Wie berichtet, hatten seit dem Verkauf von Unternehmensgründer Peter Unger vor 16 Jahren Finanzinvestoren und Hedgefonds das Sagen - und die einst dynamische florierende Werkstattkette um ein Haar ruiniert. Zuletzt war der Umsatz unter eine Milliarde Euro gesunken. Eine "Sanierung" jagte die andere.
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