Auch die deutsche Chemieindustrie senkt ihre Prognose wegen Konjunkturflaute
Erwartungen auf Sparflamme

Die durch politische Krisen verursachte Wirtschaftsflaute hat die deutsche Chemieindustrie im zweiten Quartal gebremst. Die Produktion ging um 2,3 Prozent zurück, der Umsatz um 1,2 Prozent. Trotz der Hoffnung auf eine leichte Belebung im zweiten Halbjahr senkte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) seine Prognosen für 2014.

Nach dem Maschinenbau vorgestern korrigiert damit eine weitere deutsche Schlüsselindustrie die Wachstumserwartungen nach unten. "Wegen der jüngsten Konjunktureintrübung rechnet der VCI für 2014 nur noch mit einem Anstieg der Chemieproduktion um 1,5 Prozent", teilte der Verband am Dienstag mit.

Der Umsatz der Unternehmen werde voraussichtlich um 1 Prozent auf 192,5 Milliarden Euro steigen. Bisher hatte die Branche ein Produktionsplus von 2 Prozent und einen Umsatzanstieg um 1,5 Prozent vorhergesagt. Im Vergleich zum Vorquartal sank die Produktion in Deutschlands drittgrößtem Industriezweig von April bis Juni um 2,3 Prozent. Der Umsatz ging saisonbereinigt um 1,2 Prozent auf 45,8 Milliarden Euro zurück.

"Insbesondere das Inlandsgeschäft der Chemie fiel schwächer aus, weil viele industrielle Kunden ihre Produktion drosselten. Sie reagierten damit auf geopolitische Risiken und bestellten weniger Chemikalien", erklärte der VCI.
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