Ausbau des deutschen Stromnetzes
Bundesnetzagentur fordert mehr politische Unterstützung

Essen. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, hat mehr politische Unterstützung für den Ausbau der deutschen Stromnetze gefordert. Der Netzausbau hänge entscheidend davon ab, dass die Politik bei Protesten gegen neue Leitungen "steht und nicht fällt".

Die Netzagentur bekomme derzeit viel Post aus der regionalen und lokalen Politik, in denen die Energiewende begrüßt, der Bau neuer Leitungen in der jeweiligen Region aber abgelehnt werde. "Da ist noch viel für die Akzeptanz zu tun", sagte Homann. Er warnte vor einer neuen Debatte über Erdkabel in den Wechselstromnetzen. Wer das wolle, müsse wissen, dass die Ziele beim Netzausbau nicht zu erreichen seien.

Stromspeicher seien noch keine Alternative zum Netzausbau, betonte Homann. Man könne Überschussstrom da speichern, wo er entstehe. "Aber wir kriegen ihn nicht dort hin, wo er gebraucht wird, weil die Netze nicht da sind." Die Speichertechnologie werde künftig gebraucht, "aber nicht auf kurze Sicht". Ein zügiger Ausbau der Stromnetze sei auch deshalb erforderlich, damit die EU-Kommission Deutschland nicht in Strompreis-Zonen aufteile. Das könne niemand wollen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.