Auskunft von Air Berlin zu gestrichenen Flügen
Meist keine Erstattung

Berlin. Für den Verkauf der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin wird an diesem Donnerstag eine Entscheidung erwartet. Als mögliche Käufer von Unternehmensteilen gelten die Lufthansa und Easyjet. Mit beiden Interessenten hat Air Berlin bislang exklusiv verhandelt. Das könnte sich aber vereinbarungsgemäß ändern, sollte dann doch noch keine Einigung erzielt worden sein. Mehr als 200 000 Air-Berlin-Kunden sind von gestrichenen Flügen des Unternehmens betroffen, wie am Mittwoch bekannt wurde. Wegen der Stornierung aller Kurzstreckenflüge in Europa ab dem 28. Oktober verfallen die Tickets von rund 100 000 Kunden, sagte ein Konzernsprecher. Seit Ende September ist bekannt, dass außerdem mehr als 100 000 Langstrecken-Tickets für nach dem 15. Oktober geplante Flüge ungültig geworden sind. Für etwa 90 000 der 100 000 Kurzstreckenflüge werde es keine Erstattung geben, weil sie schon vor dem 15. August gebucht worden seien, hieß es bei Air Berlin. An diesem Tag hatte die Gesellschaft Insolvenz angemeldet. Ihre Ansprüche müssen Kunden nun beim Insolvenzverwalter anmelden. Die Preise der anderen Kurzstrecken-Tickets, gekauft nach dem 15. August, würden erstattet.

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