Bauern erwarten bei Getreide geringere Ernte
Unter dem Durchschnitt

Joachim Rukwied, Präsident des Bauernverbands (links), und Landwirt Rüdiger Beck in einem Getreidefeld. Bild: Daniel Maurer/dpa

Markgröningen. Die Landwirte in Deutschland rechnen heuer mit einer unterdurchschnittlichen Getreideernte. 45,5 Millionen Tonnen erwartet der Bauernverband, 47,9 Millionen Tonnen waren es im Schnitt in den vergangenen fünf Jahren. Grund dafür sei vor allem die Trockenheit im zurückliegenden Winter und Frühjahr, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, beim symbolischen Ernteauftakt am Montag in Markgröningen bei Stuttgart.

Die Wasservorräte im Boden seien nicht aufgefüllt worden. Wenn der Niederschlag dann doch kam, sei er örtlich zu heftig gewesen. Die Preise für Getreide sind dafür nach Angaben des Bauernverbandes etwas besser als im Vorjahr. Brotweizen bringt demnach gut 155 Euro pro Tonne. Im Vorjahr waren es knapp 139 Euro. Für die Erntezeit wünschen sich die Bauern nun laut Rukwied eine längere Schönwetterperiode mit nur sanftem Regen. Gegen Wetterextreme seien die Landwirte weitestgehend machtlos. Man sei bereits dabei, Pflanzen zu züchten, die hitzeresistenter seien und Trockenheit besser aushalten könnten. Doch bis sie auf dem Feld stünden, vergingen noch Jahre.
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