20.07.2017 - 22:12 Uhr
Deutschland & Welt

Bayerischer Handwerkstag schraubt Erwartungen nach oben Handwerker nicht zu bremsen

München. Gut gefüllte Auftragsbücher und florierende Umsätze sorgen für beste Stimmung in den Handwerksbetrieben im Freistaat. Der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), Franz Peteranderl, schraubte deshalb am Donnerstag in München die Erwartungen für das laufende Jahr nach oben. Die Umsätze dürften 2017 nominal um 3,5 Prozent zulegen. Auch wollten die Betriebe mehr Personal einstellen und investieren. "Momentan scheint nichts die gute Handwerkskonjunktur in Bayern bremsen zu können", so Peteranderl.

Gute Aussichten im Handwerk: Die Betriebe planen angesichts gut gefüllter Auftragsbücher, mehr Personal einzustellen. Bild: Sven Hoppe/dpa
von Agentur DPAProfil

Im ersten Halbjahr stiegen Umsätze auf 50,4 Milliarden Euro (plus 5 Prozent) . Das Auftragspolster reichte zur Jahresmitte für 9,3 Wochen, das war gut eine Woche mehr als vor Jahresfrist. Die deutliche Mehrheit der befragten Unternehmen (61 Prozent) rechnet laut einer Umfrage auch für das laufende dritte Quartal mit einer guten Geschäftslage, ein Drittel setzt auf eine befriedigende Lage. Die rund 201 700 Handwerksbetriebe in Bayern beschäftigten zur Jahresmitte 932 400 Menschen und damit 1,5 Prozent mehr Mitarbeiter als zum Vorjahreszeitpunkt.

Angst um Fahrzeugflotten

Sorgen machen den Handwerkern im Großraum München aber beispielsweise das drohende Einfahrverbot für Diesel-Fahrzeuge. "Das würde die Existenz vieler unserer Mitgliedsbetriebe auf die Probe stellen", bekräftigte Peteranderl und forderte Augenmaß bei etwaigen Maßnahmen zur Absenkung des Stickoxid-Ausstoßes. "Neben Ausnahmeregelungen brauchen unsere Betriebe ausreichend lange Übergangsfristen, damit sie ihre Fahrzeugflotten umstellen können."

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