19.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Behörden werfen deutschem Autokonzern verbotene Absprachen mit Mercedes-Händlern vor Auch Daimler droht in China Geldstrafe

von Agentur DPAProfil

Wegen Manipulation von Preisen muss der Autobauer Daimler in China mit einem Bußgeld rechnen. Preiswächter haben Medienberichten zufolge Beweise für verbotene Absprachen mit Mercedes-Händlern in der Provinz Jiangsu gefunden. "Der Fall von Daimler ist ein typisches Monopol, das seine beherrschende Position ausnutzt, um im Kundendienst die Preise für Ersatzteile und Wartung zu kontrollieren", sagte Direktor Zhou Gao vom Preisbüro der Provinz nach Angaben der Zeitung "Jinghua Shibao". Daimler in Peking teilte nur mit, der Autobauer kooperiere in den Ermittlungen. In den Berichten der Zeitung und der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua wurde darauf verwiesen, dass die Ersatzteile für einen Mercedes der C-Klasse in China mehr als zwölfmal soviel kosteten wie das fertige Auto selbst. Die Staatsagentur zitierte auch einen Händler, "alle Preise im Kundendienst werden von Daimler festgelegt".

Chinesische Behörden untersuchen seit Wochen die Preispolitik von Autoherstellern. Vergangene Woche waren wegen Verstößen gegen das Anti-Monopolgesetz Strafen in Höhe von umgerechnet 195 000 Euro gegen BMW-Händler verhängt worden. Auch wird eine Geldbuße gegen Audi erwartet, da Medienberichten zufolge das Verfahren gegen das deutsch-chinesische Gemeinschaftsunternehmen kurz vor dem Abschluss stehen soll. Chinas Staatsmedien werfen Autoherstellern schon lange Preistreiberei vor. Im Vergleich zu den USA und Europa seien die Preise in China teilweise deutlich höher. Es sollen Ermittlungen gegen mehr als 1000 Autounternehmen, Händler und Zulieferer laufen.

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