02.05.2017 - 17:30 Uhr
Deutschland & Welt

Bei Aldi Erhöhung um bis zu fünf Prozent Milchpreise steigen erneut

Düsseldorf. Milch wird für die Verbraucher in Deutschland erneut teurer. Nach dem Stichtag der neuen Halbjahresverträge mit Molkereien heben die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd ihre Preise für Milch um bis zu fünf Prozent an. Auch Butter wird um bis zu 8,4 Prozent bei den beiden Discountern teurer und kostet nun wieder so viel wie schon zum Jahresbeginn 2017.

Milch wird bei Aldi, im Bild Tetra-Packs von Milfina, einer Handelsmarke von Aldi Süd, teurer. Der Discounter hat die Preise um bis zu fünf Prozent angehoben. Archivbild: dpa
von Agentur DPAProfil

Der 1. Mai ist der Stichtag für neue Halbjahresverträge zwischen Molkereien und Handelskonzernen für Trinkmilch sowie eine Reihe von Milchprodukten in unteren Preislagen. An den Aldi-Preisen orientieren sich üblicherweise auch die Supermarkt-Riesen. Daher wird erwartet, dass weitere Lebensmittelhändler bei den Anhebungen mitziehen. Bereits Anfang November war Milch teurer geworden - sogar deutlich. Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen wies darauf hin, dass lose Butter für die Lebensmittelindustrie derzeit sogar teurer sei als die abgepackte Butter für die Endverbraucher. "Im Moment ist dieses Phänomen da", sagte Sprecher Frank Maurer. Dies zeige die starke Butter-Nachfrage durch die Lebensmittelindustrie. Wie der Milchindustrie-Verband berichtet, ist die Nachfrage nach Butter und Käse auf den internationalen Märkten derzeit hoch.

Die schwere Krise der Milchbauern in den vergangenen Jahren ist nach einer Verbandseinschätzung allerdings noch nicht ausgestanden. Nach Ansicht des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter sind aber weitere Preisanhebungen erforderlich. Für einen Liter Rohmilch bekämen die Bauern derzeit im Schnitt etwa 30 Cent. Für ein nachhaltiges Wirtschaften müssten es aber mehr als 40 Cent je Liter sein. In den Krisenjahren 2015 und 2016 hätten viele Milchbauern Kredite aufnehmen müssen, um überleben zu können. Diese Kredite müssten nun abgetragen werden. "Die Krise ist einfach nicht vorbei für uns", sagte der Sprecher des Verbands, Hans Foldenauer.

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