Berechnung des Statistischen Bundesamts
Auto Nummer 1 für den Weg zur Arbeit

Dicht gedrängt fahren Fahrzeuge im morgendlichen Berufsverkehr auf der Münchener Prinzregentenstraße. Archivbild: Fabian Sommer/dpa

Wiesbaden. Zwei Drittel der Erwerbstätigen (68 Prozent) sind im vergangenen Jahr mit dem Pkw zum Arbeitsplatz gefahren. Nur rund 14 Prozent nutzen nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes regelmäßig öffentliche Verkehrsmittel wie Bus, Straßenbahn, U-Bahn oder Zug für ihren Arbeitsweg.

Die am Montag von der Wiesbadener Behörde veröffentlichten Zahlen basieren auf einer alle vier Jahre durchgeführten Pendlererhebung. Die Angaben für das Jahr 2016 beziehen sich auf die gut 32 Millionen der insgesamt 41,3 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland, die bei der Befragung Angaben zur Entfernung vom Wohnort zum Job sowie zu Zeitaufwand und Verkehrsmittel für den Arbeitsweg gemacht haben. Teure Mieten in den Städten und die boomende Nachfrage nach Arbeitnehmern in Ballungszentren treiben Millionen Arbeitnehmer auf Straße und Schiene. Nach Angaben des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) wohnen zwei Drittel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die in Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart arbeiten, außerhalb der jeweiligen Stadtgrenzen. Die Stadt mit den meisten Arbeitnehmern, die außerhalb der Stadt wohnen, war demnach 2016 München mit 365 000 Pendlern (2015: 355 000). Es folgt Frankfurt mit 352 000.

Jeder fünfte Erwerbstätige (22 Prozent) hat nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen Arbeitsweg zwischen 30 und 60 Minuten. Eine Stunde und länger für den Hinweg zur Arbeitsstätte benötigen unverändert fünf Prozent der Pendler. Das Auto ist dem Bundesamt zufolge auch auf Kurzstrecken das beliebteste Verkehrsmittel: Selbst bei Arbeitswegen bis unter fünf Kilometer spielen Busse und Bahnen demnach keine große Rolle (8 Prozent). 40 Prozent der Erwerbstätigen wählen auch in solchen Fällen das Auto. Im langjährigen Vergleich haben sich die Anteile der verschiedenen Verkehrsmittel nach Angaben des Bundesamtes kaum verändert.
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