Bilanz des Supermarkt-Riesen
Rewe-Umsatz wächst um 15,4 Prozent

Die Handelsgruppe Rewe hat am Dienstag ihre Jahres-Pressekonferenz gehalten. Foto: Oliver Berg/dpa (Foto: dpa)

Köln. Der Lebensmittelhandel in Deutschland boomt - und einer der großen Gewinner ist der Kölner Handelsriese Rewe. Der Lebensmittelhändler steigerte im vergangenen Jahr die Umsätze in seinen deutschen Supermärkten um satte 15,4 Prozent auf mehr als 21 Milliarden Euro, wie er am Dienstag in Köln mitteilte. Auch die Rewe-Discount-Tochter Penny wuchs - allerdings deutlich schwächer. Ein wichtiger Grund für den Umsatzsprung bei den Supermärkten war die Übernahme von 64 Kaiser's-Tengelmann-Filialen und 164 Sky-Supermärkten, die Rewe ein zusätzliches Umsatzvolumen von deutlich mehr als einer Milliarde Euro verschafften.

Doch auch ohne die Zukäufe habe Rewe "das stärkste Umsatzwachstum der Supermarktbranche erwirtschaftet", sagte Konzernchef Lionel Souque am Dienstag in Köln unter Berufung auf Zahlen des Marktforschungsunternehmens Nielsen Trade Dimensions. Bereinigt um die Neuerwerbungen lag das Plus bei 5,8 Prozent. Rewe profitierte besonders stark von der gestiegenen Kauflust der Bundesbürger.

Den Umsatzsprung hat Rewe aber teuer bezahlt. Der Gewinn des Konzerns brach wegen der Kosten für die Übernahme der Filialen nach den bisher vorliegenden Zahlen um 27 Prozent auf 338 Millionen Euro ein. Und auch für die kommenden Jahre rechnet der Handelsriese mit weiteren Belastungen wegen Übernahmen. Vor allem die Sky-Supermärkte würden das Unternehmen noch auf Jahre hinaus Geld kosten, sagte Souque.

Auch in Zukunft will Rewe auf Expansion setzen und jährlich mehr als zwei Milliarden Euro in den Ausbau des Unternehmens investieren. Denn der Konzern sieht sich unter Druck - und das nicht nur durch den direkten Konkurrenten Edeka. Auch die Discounter Aldi und Lidl investieren Milliarden in ihre Filialen und verwandeln sich immer mehr in kleine Supermärkte. Um dem zu begegnen, steckt Rewe auch Geld in neue Ladenkonzepte. Ziel sei es, den "Abstand zum Discountgeschäft zu halten und auszubauen" sagte Lionel Souque.
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