13.01.2017 - 16:52 Uhr
Deutschland & Welt

Bleiben Geldautomaten leer? Warnstreik der Geldboten

Rund 1000 Geldboten in neun Bundesländern, darunter Bayern, streikten am Freitag. Das könnte zur Folge haben, dass einige Geldautomaten leer bleiben.

Auch beim Geldtransport-Unternehmen Prosegur in Potsdam blockierten Streikende kurzzeitig die Werkstore, um Fahrzeuge an der Abfahrt zu hindern. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Die Geldboten machten sich mitdem Streik für eine deutliche Lohnanhebung und einen einheitlichen bundesweiten Tarifvertrag stark. Die Boten beliefern diese Automaten sowie Bankfilialen und Einzelhändler mit Bargeld. Am Warnstreik hätten sich rund 1000 Mitarbeiter an 19 Standorten beteiligt, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, Volker Nüsse. Regional sei mit Einschränkungen bei der Bargeldversorgung zu rechnen. Es könne sein, dass einige Geldautomaten am Wochenende leer seien. Vom Bankendachverband Deutsche Kreditwirtschaft hieß es, Banken und Sparkassen hätten sich auch mit Notfallplänen auf den Streik vorbereitet. Sie könnten zum Beispiel stark genutzte Geldautomaten mit hauseigenen Beständen füllen.Verdi verlangt für die Geldboten eine Lohnerhöhung von 1,50 Euro pro Stunde und eine Angleichung der regionalen Tariflöhne. Die im Verband BDGW organisierten Arbeitgeber kritisierten die Forderungen als zu hoch. Trotz schwieriger Branchenlage habe man im Dezember Lohnerhöhungen zwischen 2 und 3 Prozent angeboten, sagte BDGW-Verhandlungsführer Andreas Paulick. Die Bedeutung des Bargelds als Zahlungsmittel nehme stetig ab. "Wir bewegen uns in einem schrumpfenden Markt", gab er zu bedenken.

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