Bodenrichtwertekarte: Immobilienpreise in Nürnberg
"Beton-Gold" gefragt

Nürnberg. Der im Baureferat angesiedelte "Gutachterausschuss für Grundstückswerte der Stadt Nürnberg" hat den Grundstücksmarktbericht und die Bodenrichtwertkarte 2012 veröffentlicht. Dieser bestätigt den Trend steigender Immobilienpreise. 2012 wurden 6019 Verträge über Grundstücke, Häuser und Wohnungen im Nürnberger Stadtgebiet mit einem Umsatz von etwa 1,5 Milliarden Euro beurkundet, das sind 0,1 Milliarden Euro weniger als der bisher höchste Geldumsatz 2011.

Bemerkenswert sind dabei die Umsatzzahlen beim Wohnungs- und Teileigentum, die mit 4174 Käufen einen neuen Rekord seit der letzten Hochpreisphase zu Beginn der 90er Jahre erreichten. In diesem Marktsegment betrugen die Umsätze von 1999 bis 2008 im Durchschnitt 350 Millionen Euro.

In den letzten Jahren stiegen sie bis auf 572 Millionen Euro an. Für neu gebaute Eigentumswohnungen kletterten die Preise gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf 2500 bis 3700 Euro pro Quadratmeter. Für gebrauchte Wohnungen in nach 1945 errichteten Gebäuden ermittelte der Gutachterausschuss eine Preissteigerung von 12 Prozent, für Wohnungen, die vor 1946 errichtet wurden, nur 6 Prozent. Für große, etwa 15 Jahre alte Wohnungen wurden zwischen 1400 bis 2300 Euro bezahlt, für ältere, etwa 50 Jahre alte Wohnungen lagen die Preise zwischen 1200 und 1700 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.
Für die auf dem Immobilienmarkt gehandelten Mehrfamilienhäuser im Bestand kam es zu einer Teuerung der Kaufpreise von 13 Prozent innerhalb von einem Jahr. Für diese älteren Objekte wurden vom Gutachterausschuss Orientierungswerte zwischen etwa 410 000 Euro und 640 000 Euro ermittelt. Die Bauflächen für den Geschosswohnungsbau hingegen sind im Stadtmittel nur um 7 Prozent gestiegen, in den letzten zwei Jahren sogar um 17 Prozent. Dabei gab es in der Nordstadt höhere Preissteigerungen, während sie in der Südstadt eher moderat waren.
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