Bund Naturschutz kritisiert Schließung von Schlachthöfen in Bayern
Nach dem Aus für den Schlachthof in Weiden

Der Schlachthof in Weiden ist bereits geschlossen. Verhandlungen um einen Sozialplan sind gescheitert. Symbolbild: dpa

Nürnberg/Landshut/Weiden. (dpa/lby) Der Bund Naturschutz (BN) hat die geplante Schließung von Schlachthöfen in Bayern und die Konzentration auf wenige große Schlachtstätten kritisiert. Dadurch drohe längerfristig das Aus für die kleine Tierhaltungsstruktur im Freistaat, teilte der BN am Donnerstag in Nürnberg mit. BN-Vorsitzender Hubert Weiger forderte die Politik auf, regionale Produktions- und Verarbeitungsstrukturen zu stärken.

Dem Bericht nach will der holländische VION-Konzern - laut BN das zweitgrößte Unternehmen der Fleischbranche in Deutschland - die Schlachthöfe in Pfarrkirchen, Straubing und Leutkirch schließen. Der Schlachthof in Weiden ist bereits geschlossen. Verhandlungen um einen Sozialplan sind gescheitert. Deswegen gibt es eine Einigungsstelle, die der ehemalige Weidener Arbeitsrichter Dr. Klaus Schmid leitet. Das erste Treffen ist für den 3. September angesetzt. Stattdessen sollen die Standorte Landshut, Vilshofen und Waldkraiburg ausgebaut werden. Im Bereich Landshut gebe es bereits Proteste und Bürgerinitiativen gegen neue große Schweinemastställe und die damit verbundene Umweltbelastung. Weiger prangerte «Massenproduktion für Exportmärkte zu Tiefstpreisen auf Kosten des Tierwohls, der Landwirte und Metzgerfachgeschäfte» an. Das Tierwohl leide, wenn die Transporte länger dauern und immer größere Tierbestände in immer kürzerer Zeit getötet werden.
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